Preise für LCD-Panels im freien Fall

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17 Zoll-TFTs sind für nur 10 Dollar über dem Herstellungspreis zu haben – Überproduktion der Hersteller zwingt zu Preissenkungen.

Die Preise für LCD-Panel befinden sich im freien Fall. Binnen der letzten beiden Monate sind die Großhandelspreise um 30 Prozent eingebrochen. Die Hersteller erhalten kaum noch mehr Geld, als die Produktion der Panels kostete, so ein heute in der japanischen Wirtschaftszeitung ‘Nihon Keizai Shimbun’ veröffentlichter Bericht, dem Angaben verschiedener Produzenten zugrunde liegen.

Hintergrund des massiven Preisverfalls sind die stark gestiegenen Ausstoßmengen der LCD-Werke. Alle Hersteller hatten mit dem Abklingen der Weltwirtschaftskrise begonnen, massiv in neue Produktionslinien zu investieren. Die meisten Anlagen haben mittlerweile ihren Betrieb aufgenommen und stoßen mehr Panels aus, als vom Markt aufgenommen werden. Bereits seit Jahresbeginn füllten sich die Lager zusehends bis die Industrie nun die Schwelle zur Überproduktionskrise erreichte. Die Lagerbestände liegen der Zeitung zufolge derzeit etwa 50 Prozent über den Verkaufszahlen.

Um die Probleme zu dämpfen, haben die Hersteller von Displays aus Taiwan und Südkorea bereits massive Preissenkungen angekündigt. Die Großhandelspreise für ein 17 Zoll-Display sollen um rund 20 Prozent auf durchschnittlich 230 Dollar gesenkt werden. Die Produktionskosten werden mit durchschnittlich 220 Dollar angegeben. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres waren die Preise wegen der steigenden Nachfrage im PC-Segment um 22 Prozent gestiegen. 15-Zoll-Panels für Notebooks werden gut 6 Prozent billiger, die Kosten werden bei größeren Abnahmemengen bei 240 Dollar liegen. (mk)
(de.internet.com – testticker.de)

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Nihon Keizai Shimbun

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