Neuer Anti-P2P-Gesetzentwurf in den USA: Musikindustrie auf Kompromiß-Kurs

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Die US-Behörde Copyright Office hat einen neuen Gesetzesentwurf vorgelegt, wie mit dem Download-Thema umgegangen werden soll. Während weiterhin darauf abgezielt wird, P2P-Netzwerke zu kriminalisieren, werden zumindest die Hersteller von MP3-Geräten und ähnlicher Hardware aus dem Schußfeld genommen.

Die US-Musikindustrie hat derzeit einen schweren Stand. Ein ursprünglicher Gesetzesentwurf zur Bekämpfung von Download und Brennen wurde wegen seiner Unverhältnismäßigkeit weitgehend kritisiert, und ein Bundesgericht hat im August entschieden, daß die P2P-Netzwerke Grokster und Morpheus legal betrieben werden. Unter dem Druck, jetzt schnell zu neuen gesetzlichen Regelungen kommen zu müssen, verzichtet die Lobby der Entertainment-Industrie jetzt zwar darauf, auch Hersteller von MP3-Playern und ähnlichen Geräten massiv belangen zu wollen, will aber vor allem die Internet-Service-Provider in die Pflicht nehmen. Die Gegner des Vorschlages, unter ihnen Firmen wie Verizon, halten die Initiative weiterhin für eine Gefährdung technologischer Weiterentwicklung und unterstützen einen Vorschlag, der sich auf diejenigen P2P-Netzwerke konzentriert, in denen kommerzielle Piraterei betrieben wird.

Weitere Infos:

Copyright Office

http://www.copyright.gov/

Gesetzentwurf

http://i.i.com.com/cnwk.1d/pdf/ne/2004/copyright.pdf

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