Neue-Medien-Schule: Psychopathen sind die besseren Wirtschaftsbosse

Politik

Die “International School of New Media” bezeichnete auf einem Symposium der Europäischen Wissenschaftskonferenz ESOF in Stockholm “intelligente Psychopathen” als die besten Manager.

Psychopathen als Wirtschaftsbosse? Das ist offenbar normal. Denn ähnlich wie die Psychopathen, die einen Großteil der inhaftierten Schwerverbrecher stellen, sind intelligente und angepasste Psychopathen laut Wirtschaftspsychologe Dr. Paul Babiak oft in Führungspositionen sehr erfolgreich. Das seien sie, weil sie gefühlskalt und übersteigert selbstbewusst agierten und Firmen dies häufig als Führungsqualität missverstünden – und skrupellose Manager sogar förderten. Oft schafften diese es sogar, durch Betrug und Manipulation Erfolge vorzutäuschen.

Psychopathen als Wirtschaftsbosse oder “Schlangen in Anzügen”, wie Dr. Babiak sie nennt, war nur eines von sechs Themen, das der Psychologe und Informatiker Joachim Hasebrook, Professor an der International School of New Media (ISNM) der Universität zu Lübeck, zusammen mit Prof. Stefan Hofman, einem Psychologen der Boston University, organisiert hatte.

Das Symposium war eines der Angebote der ersten gesamteuropäischen Wissenschaftskonferenz, zu der EuroScience, die Wissenschaftsagentur der Europäischen Union, vom 25. bis 28. August nach Stockholm eingeladen hatte.

Die International School of New Media GmbH (ISNM) an der Uni Lübeck bietet einen neuartigen Studiengang, der Technologie, Wirtschaft und Kultur in Bezug auf die Neuen Medien verbinden will. Was Psychopathen mit den neuen Medien zu tun haben, wurde nicht gesagt – doch so weit ab ist dies nicht, hat doch die IT-Branche genügend psychisch störende Elemente aufzuweisen, vom Betriebssystemkrieg bis hin zu Softwarepatenten. (mk)

Weitere Infos:

International School of New Media

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