Ebay erobert China

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Der Online-Auktionator Ebay hat letztes Jahr den chinesischen Konkurrenten aufgekauft und startet nun mit Ebay auch dort durch. Angeblich gibt es für den Austausch mit eBay China noch keine Handelsbeschränkungen – ob internationale eBay-Geschäfte nun möglich sind, ist umstritten.

Wie die FTD (Financial Times Deutschland) in ihrer heutigen Ausgabe berichtet, werden die Dienste des weltweit größten Online-Auktionshauses ab Herbst dieses Jahres auch in der Volksrepublik China zu nutzen sein. Mit der Übernahme seines chinesischen Äquivalents Eachnet im vergangenen Jahr, hat Ebay das Tor zum wachstumsstärksten Markt der kommenden Jahrzehnte aufgestoßen.

Durch die Erweiterung der Auktionen auf die asiatische Weltmacht werden 6,9 Millionen chinesische Nutzer erwartet, die sich zu den bereits bestehenden 105 Millionen Nutzer weltweit hinzugesellen. Wie in der FTD zu lesen ist, wird sich diese Zahl Prognosen zu Folge im kommenden Jahr verdreifachen. Auch die Zahl professioneller chinesischer Ebay-Verkäufer wird sich laut dem Leiter der chinesischen Tochter Eachnet, Bo Shao, von derzeit 1500 auf 3000 Power-Seller verdoppeln.

Die Vorteile der Ausdehnung liegen auf der Hand. Sowohl für die Chinesen als auch für den Rest der Ebay-Gemeinde erweitert sich das Angebot erheblich. Je nachdem, wie man die Verlautbarungen interpretiert, gibt es “keine Handelsbeschränkungen” innerhalb Chinas – oder vielleicht weltweit?

Die Betreiber sind jedenfalls nicht blauäugig und wissen, dass es noch einige Schwierigkeiten wie die Zahlung, die Sprache oder kulturbedingte Handelsgewohnheiten geben wird. (ah/mk)

Weitere Infos:

Ebay

Chinesisches Ebay
Financial Times Deutschland

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