16 TFTs ab 18 Zoll
Große Diagonalen

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Der Vorteil ist deutlich zu sehen: LC-Displays mit 19 Zoll haben die gleiche Auflösung wie ein 17-Zöller. Das ergibt deutlich mehr Bildfläche und größere Zeichen bei der Textdarstellung.

Trägerer Bildaufbau

16 TFTs ab 18 Zoll

Vorab muss eines klar sein: Je größer die Diagonale ist, desto stärker ist der trägere Bildaufbau der Flüssigkristallzellen eines LCDs gegenüber dem Kathodenstrahl eines Röhrenmonitors zu sehen. Während die 17-Zöller bei der Videoqualität 100 Prozent haben (siehe den Test in Ausgabe 06/2004), erreichen bei den großen Diagonalen nur die getesteten 20-Zoll-Flachbildschirme von Iiyama und Viewsonic mit einem IPS-Panel ein Ergebnis von 88 Prozent. Alle anderen Größen oder Techniken liegen im Testpunkt Videoqualität, der gleichzeitig die Geschwindigkeit bewertet, unter 79 Prozent. Hauptsächlich verbauen die Hersteller PVA- oder MVA-Technik, die ihre Stärke in einem besonders hohen Einblickwinkel haben. Für Bildverarbeitung, DTP oder Internet ist das ideal, da selbst bei seitlicher Sitzposition das Bild ohne Farbverzerrung noch einwandfrei zu sehen ist. Damit eignen sich die Geräte mehr für den Büroanwender und professionellen Applikationsbetrieb. Doch jeder, der beim Bildaufbau sehr hohe Geschwindigkeiten braucht, sollte bei 19 Zoll auf die in diesen Monaten folgenden schnelleren TN-Panels warten.


Gelungenes Design

16 TFTs ab 18 Zoll

Das Design aller Geräte ist gelungen. Viele Hersteller bieten wie selbstverständlich Schwarz, Silber und Grauweiß als Gehäusefarbe an. Die Preise bei 19 Zoll schwanken zwischen 600 und 800 Euro. Kontrastprobleme gibt es keine mehr, alle Displays stellen Graustufen von hell bis sehr dunkel perfekt dar. Die Regel für optimale Bild- und Farbdarstellung gilt bei großen Diagonalen noch mehr: Steuern Sie das LC-Display, falls möglich, immer mit der digitalen Schnittstelle (DVI-I oder DVI-D) der Grafikkarte an.

Wer einen schnellen 19-Zöller sucht, sollte sich auf folgende Geräte konzentrieren: Iiyama Pro Lite E481S-B, Claxan CL-LCD-8982D, Belinea 10 19 10, Eizo Flexscan 767 und CTX S962G. Zu den schnellen 20-Zöllern zählen Viewsonic VP201s und Iiyama Pro Lite E511S-B. Im 21-Zoll-Bereich gibt es nur ein Testgerät: Der Samsung Syncmaster 213T hält in der Kategorie Videoqualität/Geschwindigkeit locker mit den 19-Zoll-Geräten mit. Einen hohen Einblickwinkel erlauben alle 19-, 20- und 21-Zoll-Bildschirme. Der 18-Zöller von Viewsonic ist mittlerweile ein Einzelgänger: Alle anderen Hersteller im Test haben auf diese Diagonale verzichtet. Der Preisunterschied zu 19 Zoll ist nicht mehr vorhanden.


TFT mit TV-Tuner

16 TFTs ab 18 Zoll

Eine Besonderheit ist der Princeton T19MS mit optionalem TV-Tuner und Cardreader für Compactflash, SD, MMC und SM. Die Hightech-Empfehlung gibt es für den JPEG-Viewer: Das Digicam-Medium einführen, den Player über die Monitortasten starten und ohne PC die Bilder als Diashow genießen. Bei Eizo bekommt man Sicherheit fünf Jahre Garantie und aktuelle Zertifizierungen überzeugen.

Wer seinen Screen um 90 Grad schwenken will, um Internet- oder Textseiten im DIN-A4-Hochformat zu betrachten, findet diese Funktion bei allen Testgeräten von Viewsonic, beim Belinea 10 19 20, Samsung Syncmaster 193T MM und 213T sowie beim NEC LCD2080UX+. Den stabilsten Eindruck vom Gelenk hinterlassen der 20-Zöller von NEC und der 21-Zoll-Bildschirm von Samsung, der dafür sogar noch einen Designpreis verdient hätte. Bessere Anschlussmöglichkeiten und eine TCO-03-Zertifizierung sind Pluspunkte für den 20-Zoll-NEC.

Eine Budget-Empfehlung für 19-Zöller gibt es nicht; Claxan hat mit der Referenz die höchste Auszeichnung und gleichzeitig den besten Preis. Iiyama und Claxan teilen sich die Referenz. Die Referenz der 20-Zöller geht für die besseren Anschlussmöglichkeiten an Viewsonic. Die Budget-Empfehlung schnappt sich hingegen Iiyama. Die Referenz bei 21 Zoll ist klar: Als einziges Gerät im Test, ohne Schwächen, wird der Traumbildschirm durch geniales Design, auf die Diagonale gesehen ein flottes Panel, aktuelle Zertifizierungen und einen vernünftigen Preis sauber abgerundet.


Wissenswertes über TFTs

16 TFTs ab 18 Zoll

Auflösung:
Sie wird in Pixeln oder Bildpunkten angegeben. Beste Bildqualität gibt es mit der im Handbuch angegebenen Maximalauflösung.


Pixelabstand
:
Er ergibt sich aus Auflösung und Bildschirmgröße. Ein 17-Zöller mit 1280er-Auflösung hat immer einen Pixelabstand von 0,264 Millimetern.

Sichtwinkel:
Minimum sind 140 Grad horizontal (von links nach rechts) und 120 Grad vertikal (von oben nach unten). Panels mit PVA-Technik erlauben sogar 178 Grad.

kHz/Hz/MHz:
Je höher diese technischen Angaben beim Röhrenmonitor waren, desto besser war seine Leistung beim Bildaufbau. Bei LCDs liegt die optimale Bildwiederholfrequenz zwischen 60 und 75 Hz.

Paneltechnik:

PVA, MVA und IPS ermöglichen hohe Sichtwinkel.

TN zeichnet sich durch hohe Geschwindigkeit aus.


Wissenswertes II

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Reaktionszeit:
Optimale Angabe des Herstellers ist das Bild von Weiß auf Schwarz (Fall) auf Weiß (Raise). Sind beide Zeiten angegeben, muss man sie zusammenrechnen. Aus der Herstellerangabe sollte immer hervorgehen, ob Fall und Raise schon zusammengerechnet sind oder ob die Werte einzeln angegeben werden. 40 Millisekunden sind normal, 25 sind Standard, 16 und 12 sind schnell.

Im Zweifel entscheidet der subjektive Eindruck, da Kontrast und Helligkeit bei der Videodarstellung starken Einfluss auf den Geschwindigkeitseindruck haben.

Schwenkbar um 90 Grad:
Wollen Sie eine A4-Seite optimal hochkant sehen, sollte der Bildschirm um 90 Grad schwenkbar sein. Grafiktreiber oder Pivot-Software übernehmen das Drehen der Bilddarstellung.

D-Sub/DVI-D/DVI-I:
Standard ist ein D-Sub-Mini-Anschluss von der Grafikkarte zum Monitor. Darüber werden analoge Bildsignale geleitet. DVI-D überträgt nur digitale Signale, DVI-I analoge und digitale.


Wissenswertes III

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Signalwahltaste:
Zwei Monitoranschlüsse ermöglichen zwei verschiedene Bildquellen. Optimal ist eine gesonderte Taste, mit der sich die Signalwahl direkt umstellen lässt. Schlecht ist, wenn die Umstellung nur über das Bildschirmmenü geht.

Pixelfehlerklasse:
Bei Klasse 1 ist kein Fehler sichtbar. Standard ist Klasse 2 mit bis zu zwei leuchtenden oder schwarzen Pixelfehlern oder bis zu fünf Subpixelfehlern. Klasse 3 sind fünf leuchtende oder fünfzehn schwarze Pixelfehler oder 50 Subpixelfehler. Die Anzahl der Fehler wird pro eine Million Pixel des LCDs bewertet (1280 x 1024 = 1,31 Millionen Pixel).

TCO/ISO 13460-2:
Bei Röhrenmonitoren war die elektromagnetische Strahlung das wichtigste Kriterium ?bei Flachbildschirmen durch die LCD-Technik uninteressant. TCO 03 können nur Geräte mit hellem Gehäusebildrand bekommen. Die ISO 13460-2 enthält Pixelfehlerklasse, Kontrast, Leuchtdichte, Reflexion, Blickwinkel und weitere Kriterien, die der TÜV von einem ergonomischen Arbeitsplatz erwartet. Über Google findet man genaue PDFs zu ISO-Norm und Pixelfehlerklassen.


Übersichtstabelle

16 TFTs ab 18 Zoll

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