WLAN flächendeckend in Amsterdam

Netzwerke

In Amsterdam können die Computer-Nutzer bald den Stecker ihrer Modems ziehen. Das Unternehmen HotSpot Amsterdam will die holländische Großstadt mit Wireless-Access Points “pflastern” und so einen flächendeckenden Zugriff ermöglichen.

Wer auf hohe WLAN-Geschwindigkeit verzichten kann und dennoch drahtlos surfen will wie mit einer DSL-Leitung, kommt bald in Amsterdam zum Zug. Die niedrigere Gewchwindeigkeit ermöglicht eine einheitliche Einwahl an allen Hotspots. Wie reuters.com berichtete, ist der Anbieter HotSpot Amsterdam dabei, ganz Amsterdam mit solchen WLAN-Access Points auszustatten. Diese stellen eine Weiterentwicklung der bisher eingesetzten Wireless-Technologie dar, indem sie zum einen ein viel größeres Gebiet abdecken – und sich zum anderen über ein so genanntes “Loop Network” zusammenschließen können. Dadurch wird ein homogenes Netz ohne unterschiedliche Internetzugänge ermöglicht.

Insgesamt möchten die Macher von HotSpot Amsterdam 125 dieser Hochleistungsbasisstationen in der Stadt verteilen. 7 davon stehen bereits und weitere 40 bis 60 werden in den nächsten 3 Monaten im Zentrum von Amsterdam installiert, berichtet der Gründer von Hot Spot Amsterdam, Carl Harper, gegenüber reuters.com. Schlussendlich soll das Netzwerk in der Lage sein, mehrere Tausend Nutzer gleichzeitig zu bedienen.

Die Geschwindigkeit der einzelnen Zugänge liegt im unteren Breitbandbereich, die Preise sind mit ähnlichen, kabelgebundenen Angeboten vergleichbar. So verlangt der Betreiber für eine 256 kb/s (Kilobit pro Sekunde)-schnelle Verbindung einen monatlichen Festpreis von 14,95 Euro, bei einer Geschwindigkeit von 512 kb/s 24,95 Euro. Es sind aber auch Registraturen für 1, 3 oder 7 Tage möglich, diese ab 3,30 Euro pro Tag. Das Konzept dabei: Kein Vertrag – man zahlt und surft. Zielgruppe des Unternehmens sind allen voran Studenten und Touristen.

Das Unternehmen stellt auf seiner Homepage klar, man wolle sich in Zukunft nicht auf Amsterdam beschränken, sondern das Konzept auf die ganze Niederlande und auch Europa ausdehnen. Prinzipiell scheint der Trend hin zu flächendeckend gesetzten, öffentlich zugänglichen WLAN-Basisstationen in Städten zu gehen. So hat beispielsweise die finnische Stadt Mantsala bereits ein 11 Quadratkilometer weites Funk-LAN für die Nutzung in Öffentlichkeit und Schulen in Betrieb und die US-Metropole New York plant sogar ein umfassendes Konzept wie in Amsterdam. (ah/mk)

Weitere Infos:

HotSpot Amsterdam


Reuters-Meldung

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