Ist das Internet an der gestiegenen Kinderpornographie schuld?

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Pädophile Webseiten sollen weniger werden: Wegen der sprunghaft angestiegenen Fälle der Internet- Kinderpornographie hat nun das Land Baden-Württemberg eine Kampagne gegen das Übel gestartet.

Die Zahl der registrierten Fälle des Besitzes und der Verbreitung von Kinderpornos ist seit dem Jahr 2000 bundesweit um 82 Prozent gestiegen. Die Zahl der Tatverdächtigen wuchs im gleichen Zeitraum um 88 Prozent. Dies sei vor allem auf das Internet zurückzuführen, betonte Landespolizeipräsident Erwin Hetger, als er die Kampagne gestern präsentierte. Das Web sei ein “Tummelplatz von Personen mit pädophiler Neigung, die im Schutz der scheinbaren Anonymität des Internets die Plattformen als Tauschplatz nutzen”. Das Dunkelfeld sei dabei noch bedeutend größer als die ertappten Fälle.

Die Kampagne soll nun aufklären, dass die Täter sich nicht mehr in Chat-Räumen und Newsgroups verstecken können; die Polizei will mit Hilfe von kooperierenden Providern verstärkt ermitteln. Man spreche mit der Kampagne aber auch Behörden, Justiz, Eltern, Schulen und weitere Netzbetreiber an. Die Polizei erhofft sich, durch die Aufklärung den Kindesmissbrauch zu verringern.(mk)

Weitere Infos:

Polizei Baden-Württemberg

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