Informatik-Professoren kritisieren neue IT-Studiengänge

Politik

“Ein erfolgreicher Bachelor-Studiengang kann keine Spezialfähigkeiten vermitteln”, meinen die Professoren. Die Industrie aber freut sich über mehr Praxis und kürzere Studienzeit.

Offiziell hat nun der Diplom-Studiengang Informatik ausgedient. Bis 2010 wird es in Europa nur noch zweistufige, vergleichbare und international anerkannte Informatik-Studiengänge geben. Hochschullehrer aber vefürchten, dass die kürzeren Hochschul-Aufenthalte und das neue System die künftigen Absolventen zu “Schmalspur-Informatikern” und unselbständigen Berufsanfänger macht. Die Wirtschaft aber steht den neuen Bachelor- und Master-Studiengängen zunehmend positiv gegenüber. Beide Positionen wurden bei einer öffentlichen Diskussionsrunde in München deutlich.

Personal-Manager der Unternehmen freuen sich über straffere Struktur der Studiengänge, die verkürzte Studiendauer und eine größere Praxisorientierung. Die einheitlichen Studienabschlüsse sollen zudem eine bessere internationale Vergleichbarkeit ermöglichen.

Hochschullehrer dagegen haben Angst um die Reinheit de Lehre: Ein erfolgreicher Bachelor-Studiengang vermittle keine Spezialfähigkeiten, meint Fachhochschul-Dekan Martin Leitner. Andere meinen, die “Verschulung” des Studiums bringe eine Verminderung der Selbständigkeit mit sich. (mk)

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Fachhochschule München

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