Olympisches Kommitee verbietet den Athleten Weblog-Veröffentlichungen

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Weil das IOC die Rechte an der Olympia-Berichterstattung für teures Geld verkauft hat, verbietet es den Sportlern, ihre jeweils “wahre Geschichte” in Weblogs zu stellen.

Seit vergangenem Wochenende tobt eine Diskussionsschlacht zum Thema “Olympia per Weblog” im Internet. Dass das Olympische Komitee den Sportlern Blogging über Olympia-Themen verbietet, sei eine “Arroganz olympischen Ausmaßes”, kommentiert Silicon-Valley-Reporter Dan Gillmor in seinem Weblog. Die Diskussionsreihe über Gier, Neid und Copyright-Gesetze reißt seitdem nicht ab.

Einige Sportler hatten ihre eigenen Fotos und Videos sowie entsprechende Beschreibungen in Weblogs publiziert – dem IOC passte das nicht. Wie Gillmor entdeckt hat, würden aber weiterhin Athleten ihre Stories im Web veröffentlichen – allerdings ohne Bilder und Videos in hoher Qualität. Dazu hat das IOC bislang auch nichts gesagt – oder es einfach nicht entdeckt.

Die Olymia-Offiziellen würden etwas über die Zukunft des Journalismus erzählen, obwohl sie das Thema nicht verstünden, meint der Kommentator. Gillmor selbst ist sich aber auch nicht mehr sicher, wo man die Grenze zwischen “öffentlichen Briefen von Privatleuten” und “Journalismus” ziehen kann – durch die “Blogs” würden die Grenzen ohnehin langsam verschwimmen. (mk)

Weitere Infos:

Associated Press-Bericht vom Freitag über die IOC-Entscheidung


Dan Gillmor über die “olympische Arroganz” des IOC (und zahlreiche Diskussionsbeiträge dazu)

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