Musikindustrie klagt erneut gegen Filesharing-Nutzer

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Nachdem es bisher vor allem Kazaa-Nutzer erwischte, reagiert die RIAA auf die Abwanderungswelle bei der Tauschbörse und verklagt die Nutzer anderer Plattformen.

Die RIAA hat 744 mutmaßliche Nutzer von Filesharing-Plattformen verklagt. Dies teilte der Verband gestern in Washington, D.C., mit. Während bisher vor allem Nutzer des FastTrack-Netzes mit ihren Kazaa-Servents in der Schusslinie standen, verwendet ein größerer Teil der nun Verklagten User alternative P2P-Plattformen wie Gnutella (LimeWire) oder eDonkey.

152 der neuen Anzeigen richten sich gegen namentlich benannte Nutzer, die trotz früherer Auseinandersetzungen mit der Musikindustrie weiterhin in den Tauschbörsen aktiv waren. Der verbleibende Teil der Klagen richtet sich “gegen Unbekannt”. Erst die Staatsanwaltschaft kann nun die Herausgabe der Nutzer-Identitäten auf Basis der IP-Adresse von den ISPs verlangen.

Mit der Ausweitung der Klagewellen auf weitere Netze reagiert die RIAA auf die Abwanderung von Nutzern von FastTrack. Nachdem beispielsweise das eDonkey-Netz in Europa bereits mehrere Monate die meisten Nutzer verzeichnet, wurde FastTrack in den USA erst kürzlich überrundet. (dd)

(de.internet.com – testticker.de)

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RIAA

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