Kaspersky warnt vor Internet-Djihad – Mitbewerber wundern sich

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Sicherheits-Experte Ivgeni Kaspersky ließ auf einer Pressveranstaltung einen Satz zur Bedrohung israelischer Websites fallen, den die Journalisten prompt zum “Internet-Djihad” aufbauschten. Die Kollegen sind irritiert.

Ein heiliger Krieg gegen israelische Internet-Auftritte solle in Kürze geführt werden, wird Eugene Kaspersky in russischen Medien zitiert. Zahlreiche arabische Web-Seiten hätten dazu aufgerufen, ab heute die israelischen Websites zu attackieren. Der heilige Krieg würde unter Umständen das Web als Ganzes beeinträchtigen.

Die Mitbewerber waren verwundert. Die Versuche, in konzertierten Aktionen israelische oder Israel-freundliche Websites anzugreifen, gäbe es schon lange, Denial-of-Service-Attacken gegen diese oder Veränderungen der Homepages seien nichts Neues. Derzeit könne man nichts feststellen, was auf derzeitige Aktivitäten hinweise.

Dass kritisierte russische Unternehmen verurteilt nun die dramatisch aufgebauschten Meldungen erst de russischen, dann der amerikanischen Presse. So habe man das nicht gesagt, bitteschön. Dennoch werde die Gefahrenstufe heute hochgeschraubt, aber nicht auf maximale Stufe.

Symantec will erst einmal abwarten, das Internet Storm Center reagiert mit Spott: Klar werde sich das Internet nicht in Staub auflösen, und wenn doch, sei es eine Ehre, diesen Akt der Zerstörung lange hinauszuzögern. (mk)


Weitere Infos:
Kaspersky Labs
Internet Storm Center

Symantec

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