Abzocke per Telefonauskunft

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Zahlreiche Auskunftsdienste verlangen hohe Gebühren für oft wertlose oder banale Informationen, warnt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Die Auskunftsdienste geben sich den seriösen Anstrich eines Service von Bahn und Behörden oder firmieren als Dienst für Kino und Flughafen. Doch die Informationen sind häufig kaum brauchbar und müssen noch dazu teuer bezahlt werden. Denn anstelle des erwarteten Ortstarifes werden etwa bei der Firma T. Schulz e.K., die Auskunftsdienste zur Bahn anbietet, 2,22 Euro pro Minute berechnet, warnt die Verbraucherzentrale NRW.

In einem anderen Fall, bei der Firma Thederahn, die Auskünfte zu Kino, Straßenverkehr und Flughafen liefern will, wird auf eine 0190-Nummer für 1,86 Euro pro Minute verwiesen. Doch durch die geschickte Angabe der Rufnummer 019-0800-275 wird der Eindruck erweckt, es handele sich um einen kostenlosen 0800-Service.

Strafrechtlich bewegen sich die Abkassierer auf sicherem Terrain. Der Anrufer bekomme ja eine Gegenleistung, sagen Rechtsexperten. Städte und private Unternehmen wie die Deutsche Bahn AG wehren sich zwar gegen allzu dreiste Einträge im Telefonbuch. Der Erfolg jedoch ist zweifelhaft. Wo eine Formulierung verschwindet, taucht eine ähnliche wieder auf. (dd)

Weitere Infos:

Verbraucherzentrale NRW

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