Wireless Networks
WLAN-Hotspots und die Sicherheitsfrage

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Firmenchefs und Privatleute, die Wireless-Hotspots verwenden wollen, nennen den Sicherheitsaspekt immer noch als vorrangigen Grund zur Besorgnis.

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Einer Untersuchung zufolge, die von Bailey Telecom in Auftrag gegeben und von IDC durchgeführt wurde, sind Sicherheitsbedenken hinsichtlich Wireless-LANs immer noch der Hauptgrund, warum viele Leute öffentlich zugängliche Drahtlos-Hotspots meiden.

Auf die Frage, wie wahrscheinlich sie einen öffentlichen Wireless-Hotspot nützen würden, gaben 16 Prozent an, das sei unwahrscheinlich, 54 nannten es sogar sehr unwahrscheinlich. Die Befragten gaben Sicherheitsbedenken als Hauptgrund für ihre zögerliche Haltung an.

Graham Iliff, Marketing- und Technologie-Chef bei Bailey Telecom, meinte, jeder erkenne zwar die Vorteile der Drahtloskommunikation an, vor allem unter den Nutzern von Remote- und Home-Office-Verbindungen, doch das Untersuchungsergebnis zeige, dass sie derzeit nur von Geschäftsleute genutzt wird, die mit dieser Technik längst gut vertraut sind. “Hotspot-Provider sollten mehr Aufklärungsarbeit leisten, wie diese Einrichtungen zu nutzen sind, und es muss auch den Sicherheitsfragen mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden, wenn wir dem Durchschnittsanwender die Teilnahme am Wireless-Verkehr schmackhaft machen wollen.”

Die Befragten gaben an, Hotspots an Flughäfen oder Bahnhöfen sehr viel eher zu nutzen als in Cafés oder Schnellrestaurants. Diejenigen, die auch in einem Fastfood-Restaurant einen Hotspot nutzen würden, haben großes Vertrauen in die Technologie und verwenden sie fast überall, im Gegensatz zu den 10 Prozent, die sich eher auf Flughäfen beschränken. Branchenkenner sagen voraus, dass es den Durchbruch bei der W-LAN-Technologie erst dann geben wird, wenn irgendein wirklicher “Knüller” auf den Markt kommt, ähnlich wie Mobiltelefone sich erst durchsetzen konnten, als der Versand von SMS-Nachrichten möglich wurde.

Nach Meinung von Bailey Telecom ist die einzige Hürde bei der Wireless-Technologie der weit verbreitete Irrtum, sie sei naturgemäß unsicher. Iliff meinte: “Tatsächlich sind wir bereits technisch in der Lage, mit so genannten “Air-Monitoren” ein Drahtlosnetzwerk gut zu sichern. Sie überwachen sämtliche Aktivitäten und melden Unregelmäßigkeiten. Die Mehrzahl aller Horrorgeschichten über Netzwerkattacken entstehen, weil die Leute ihre Sicherheitsfunktionen nicht ordentlich implementiert haben oder sich mit den Sicherheitsprotokollen nicht richtig auskennen.” Und Iliff fügt hinzu: “Wireless- Kommunikation hat sich von einem innovativen, aber etwas riskanten Plug-In-System in eine gut handhabbare Technologie gewandelt, die sehr bald ausgereift sein wird.”

Die Umfrage machte den Unterschied zwischen Usern im öffentlichen und im privaten Sektor deutlich. 20 Prozent der im öffentlichen Sektor Beschäftigen arbeiteten täglich zumindest teilweise auch remote, gegenüber nur vier Prozent im privaten Sektor. Die meisten der Befragten gaben allerdings an, sehr selten an einem entfernten Arbeitsplatz zu arbeiten. Und viele Angestellte, vor allem im privaten Sektor, sagten, sie fühlten sich irgendwo unwohl dabei, wenn sie von zu Hause aus arbeiteten.

Als IT-Entscheider gefragt wurden, welche Technologien sich am deutlichsten produktivitätssteigernd ausgewirkt haben, führten sie den PC und Laptops an, zusammen mit einem Breitbandzugang. Die restlichen Angestellten bestätigten, dass diese Kombination ihnen tatsächlich am meisten gebracht habe, weil sie damit die Option hätten, von verschiedenen Standorten aus zu arbeiten und damit Zeit und Geld zu sparen.

Als sie jedoch gefragt wurden, auf welche Weise ihre Arbeitgeber die Produktivität des Personals messen würden, gaben die Hälfte davon an, es gäbe derzeit kein spezielles System dafür. Nur bei einem Fünftel war ein Inhouse-System zur Erfassung von quantifizierbaren Ziel- und Terminerfüllungs-Plänen vorhanden.

Die IDC-Umfrage war an 100 IT-Entscheider und 100 andere Angestellten quer durch verschiedene Branchen gerichtet, dabei gehörten etwa gleich viele Unternehmen dem öffentlichen und dem privaten Sektor an.