BITKOM erreicht Stopp für Zoll auf Computer-Flachbildschirme

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Bildschirme mit DVI-Schnittstellen sollten mit einem hohen Zoll belegt werden, um den kläglichen Rest der europäischen Fernsehindustrie zu schützen. Der Branchenverband BITKOM protestierte erfolgreich beim deutschen Finanzministerium. Vorläufig.

Der IT-Verband BITKOM hat es geschafft, die Einführung von Zoll für Computer-Monitore vorerst zu stoppen. Das Bundesfinanzministerium hat den Einfuhrzoll für Flachbildschirme erst einmal zurückgenommen. Das Ministerium zog jetzt mehrere Schreiben der Zoll- und Finanzverwaltungen zurück, in denen die Zollpflicht erklärt worden war. Der Verband BITKOM hatte in der vergangenen Woche wegen dieser Schreiben einen deutlichen Preisanstieg für Computer-Monitore befürchtet. Die rasche Reaktion des Finanzministeriums wird von der BITKOM begrüßt.

Nachdem es sich allerdings um eine EU-Direktive handelt, die in Deutschland (reichlich spät) umgesetzt werden sollte, und die z.B. in den Niederlanden schon gilt, muss Brüssel jetzt die Entscheidung für Deutschland treffen. Weil das dauern kann, werden also die günstigen Monitorpreise vorerst noch bleiben. Auch durch Mangel an Geräten ist keine Preiserhöhung zu erwarten: Wie die taiwanische DigiTimes heute berichtet, leeren sich die zeitweise überfüllten Lager der Hersteller in Taiwan, China und Korea wieder – möglicherweise, weil manche Europäer jetzt noch schnell viele Bildschirme günstig kaufen, bevor die EU-Zoll-Direktive umgesetzt wird. (mk)

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