Wireless Networks
XP SP 2 ist ein Segen für Wireless

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Es ist nicht einfach, ein Wireless-LAN-System einzurichten, und deshalb verdient Microsoft Anerkennung dafür, daß dies mit dem Update Service Pack 2 für Windows XP leichter geht, meint Alan Stevens.

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Wireless ist wahrscheinlich die erste Netzwerk-Technologie, die vom Home-Markt genauso stark angetrieben wird wie von der Business-Nachfrage. Während Home-User zwar aus einem immer größer werdenden Angebot von billiger und vergleichsweise schneller 802.11g-Wireless-LAN-Hardware auswählen können, ist bisher wenig passiert, um den Aufbau eines Netzwerkes zu vereinfachen, vor allem wenn es um Verschlüsselung und andere Sicherheitsfunktionen geht.

Jetzt allerdings kommt Hilfe von unerwarteter Seite. Unerwartet, weil es weder Wireless-Anbieter noch die verschiedenen Standardisierungsgremien sind, die etwas unternehmen, um Wireless-Netzwerke zu vereinfachen – statt dessen hat Microsoft beschlossen, sich mit den Problemen zu befassen, die Home-User und Tele-Arbeiter haben, und bietet im Service Pack 2 (SP 2) für Windows XP neue Wireless-Funktionen.

Um SP 2 gab es viel Getue, und auf dieses größere Update für XP wurde auch heiß gewartet. SP 2 soll vor allem die Desktop-Security durch Firewall, Antivirus und andere Erweiterungen verbessern.

Die erste größere Überarbeitung der Wireless- Netzwerk-Funktionen von Windows

Weniger bekannt ist der Umstand, daß zu SP 2 auch die erste größere Überarbeitung der Wireless- Netzwerk-Funktionen von Windows gehört, seit XP 2001 eingeführt wurde. Es gibt eine ganze Reihe von Netzwerk-Erweiterungen in SP 2, einschließlich eines deutlich verbesserten Wireless-Client, der es einfacher macht, ein WLAN zu entdecken und eine Verbindung herzustellen. Wireless-Netzwerke werden jetzt beispielsweise in der Stärke des Signals sortiert, und die Client-Software kümmert sich um den Großteil der Einstellungen, wenn eine Verbindung hergestellt werden soll.

Es gibt auch neue automatisierte Dienste für das Wireless-Angebot, die entwickelt wurden, um Wireless-Hotspots leichter zu finden, sich anzumelden und eine Verbindung herzustellen. Dabei verläßt man sich allerdings darauf, daß die Hotspot-Provider eine Backend-Technologie implementieren, die erst im nächsten Jahr verfügbar sein wird. Für Home-Netzwerke gibt es allerdings deutlich bessere Neuigkeiten, da Microsoft einen neuen Assistenten anbietet, der den Vorgang deutlich vereinfacht.

Im Moment muß man bei der Einrichtung eines Wireless-Netzwerks den Haupt-Zugangspunkt oder Wireless-Router und jeden Client einzeln konfigurieren. Mit Hilfe des SP2-Installationsassistenten muß dies nur einmal gemacht werden, und es gibt die Option, sich von dem Assistenten die passenden Verschlüsselungen für Wired Equivalent Orivacy (WEP) oder Wi-Fi Protected Access (WPA) suchen zu lassen. Diese Schlüssel und weitere Einstellungen können auf einer USB-Flash-Speicherkarte zusammen mit Software gespeichert werden, mit der sich andere Geräte konfigurieren lassen.

Man muß lediglich diese Karte in die verschiedenen Client-PCs, Wireless-Router und Zugangspunkte einstecken, und die Einstellungen werden automatisch übertragen.

Das Haar in der Supe

Wie die Experten festgestellt werden haben, ist das Haar in der Suppe, daß die meisten Zugangspunkte und Router keinen USB-Port haben. Es ist allerdings zu erwarten, daß die Anbieter bald dazu übergehen werden, eine solche Lösung zu integrieren, um vom XP-Installationsassistenten zu profitieren, da dies die Support-Kosten für ihre Produkte deutlich senken könnte. Es wird sogar davon geredet, daß Flash-Karten mit der Hardware gebundelt werden sollen.

Inzwischen können die Home-User weiterhin den Assistenten benutzen, um Client-PCs zu konfigurieren und die Einstellungen ausdrucken, um Zugangspunkt/Router einzurichten.

Es ist selten, daß Microsoft, etwas Neues ankündigt, ohne daß gleich von Eigeninteresse oder unfairer Vorteilsnahme aus der Marktposition geredet wird. In diesem Fall aber sollte der Installationsassistent für Wireless-Netzwerke im SP2 für uns alle von Nutzen sein.