Phishing-Attacke trifft Deutsche Bank und Postbank

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Postbank-Kunden wurden erneut Opfer der betrügerischen Mails. Dieses Mal ebenfalls betroffen: die Deutsche Bank.

Postbank und Deutsche Bank sind am Wochenende zur Zielscheibe von Internet-Betrügern geworden. Breit gestreute E-Mails im Erscheinungsbild der Geldinstitute forderten die Empfänger unter dem Stichwort “Sicherheitsaktualisierung” auf, eine Seite im Internet anzusteuern und dort Zugangsdaten zu ihren Konten preiszugeben. Diese Seiten ähnelten den offiziellen Seiten der Kreditinstitute. Für die Postbank ist der Angriff auf die Kundschaft bereits der zweite binnen drei Wochen. Ein Sprecher der Deutschen Bank sagte der ‘Financial Times Deutschland’ am Sonntag, er habe noch keine Kenntnis von einem Angriff. Grundsätzlich werde das Thema aber beobachtet.

Die jüngsten Angriffe auf Postbank und Deutsche Bank waren zeitlich eng koordiniert: Zwischen der Registrierung der Netzadresse postbanks.info am Donnerstagabend und dem Versand der entsprechenden Massen-E-Mail vergingen nur wenige Stunden. Am späten Freitagvormittag war die Website bereits aus dem Verkehr gezogen. 24 Stunden später spielte sich das gleiche Muster bei der Internet-Adresse “deutsche-bnk.info” ab.

Diese Art des Angriffs war bislang vor allem in den USA aufgefallen, wo sie im Fachjargon “Phishing” genannt wird, ein Kunstwort aus “Password” und “Fishing”. Das Marktforschungsunternehmen Gartner schätzt, dass in den USA in den vergangenen zwölf Monaten fast zwei Millionen Menschen Opfer eines solchen Betrugsversuchs geworden sind. Die betrügerischen E-Mails hätten bei Bank- und Kreditkartenkunden in diesem Zeitraum einen Schaden von 2,4 Mrd. Dollar angerichtet. Entsprechende Zahlen aus Deutschland gibt es bisher nicht.

Betroffen waren hierzulande bei der ersten Welle ebenfalls Kunden der Postbank, aber auch der Citibank. Ein Postbank-Sprecher sagte, bei der ersten Attacke sei Kunden, so weit erkennbar, kein Schaden entstanden. Auch nach dem zweiten Angriff lägen bislang keine Schadensmeldungen vor. Während die erste E-Mail-Welle aus Russland gesteuert worden sei, hätten sich die Täter nun weiter “in den Fernen Osten zurückgezogen”. (dd)

(
de.internet.com
– testticker.de)

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