Motorola kündigt Mobilfunk-Infrastruktur auf Linux-Basis an

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Zunächst sollen die Änderungen im amerikanischen CDMA-Netz vorgenommen werden. Die laufenden Kosten für die Infrastuktur-Erweiterungen sollen so um bis zu 20 Prozent sinken. Das Projekt wird in Partnerschaft mit HP durchgeführt.

Der US-Technologiekonzern Motorola will zukünftig verstärkt Mobilfunk-Netzwerkausrüstung ausliefern, die mit Linux betrieben wird. Dabei arbeitet das Unternehmen unter anderem mit Hewlett Packard zusammen, dessen Integrity Cx2600-Server einen der Kernbestandteile der Produktpalette bilden soll. Auf dem Gerät kommt eine Linux-Distribution zum Einsatz, die auf die Anforderungen von Carrier-Infrastrukturen optimiert wurde, teilte das Unternehmen gestern in Schaumburg im US-Bundesstaat Illinois mit.

Mit dem Angebot wird sich Motorola an Mobilfunkanbieter richten, die den CDMA-Standard oder die Integrated Dispatch Enhanced Network (IDEN)-Technologie einsetzen. Erstmals stünde damit Equipment für den Kernbereich von Mobilfunknetzen zur Verfügung, das auf Open Source basiert, so Joy King, Marketing-Direktor von HP. Die Software steht frei zur Verfügung, wodurch es zukünftig nicht mehr nötig sei, dass jeder Anbieter hohe Kosten für die Weiterentwicklung der eigenen Plattform tragen muss. Stattdessen könnten alle Hersteller von Routern, Switches und anderen Geräten auf die gleichen Kernkomponenten zurückgreifen und diese um eigene Technologien ergänzen. Die Ausgaben lägen so rund 20 Prozent niedriger, führte King weiter aus.

Motorola kündigte an, in den nächsten 12 bis 18 Monaten mit der Auslieferung Linux-basierter Infrastrukturen zu beginnen. Diese verfügen unter anderem über HPs OpenCall-Software zum Management von Funkverbindungen. Das finanzielle Volumen der Partnerschaft mit HP wurde bisher nicht bekannt gegeben, soll sich jedoch im Rahmen von mehreren Millionen Dollar bewegen. (mk)
(
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– testticker.de)

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