Einfuhrzoll auf Flachbildmonitore – TFT-Bildschirme werden teurer!

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Flachbildschirme mit DVI-Schnittstelle, die Hersteller bei über 60 Prozent der TFT-Monitoren ab 17-Zoll angebieten, werden schon in den kommenden Wochen deutlich teurer, berichtet PC Professionell in ihrer aktuellen Ausgabe.

TFT-Monitore werden teuerer: Sie werden auf Empfehlung aus Brüssel mit einem Einfuhrzoll von 14 Prozent belegt. Nach Auffassung der EU-Kommission darf ein Monitor nur Computer-Signale verarbeiten. Mit den DVI-Schnittstellen können die Bildschirme aber auch direkt an DVD-Player und andere Wiedergabegeräte angeschlossen werden und sind so als Fernseh-Geräte nutzbar. Für die Einfuhr von TV-Bildschirmen nach Europa aber wird Zoll in Höhe von 14 Prozent erhoben. Die EU-Kommision hat in einem Schreiben den einzelnen Ländern dringend nahegelegt, diese Regelung auch auf TFT-Bildschirme mit DVI-Schnittstelle anzuwenden, die außerhalb Europas produziert werden.

Am vergangenen Freitag (13.08.2004) hat das Finanzministerium in Berlin nun eine mündliche Anweisung an das Zollamt gegeben, die zusätzlichen 14 Prozent zu erheben. Eine schriftliche Anweisung soll nach Informationen der PC Professionell in den kommenden Tagen erfolgen.

Herstellerfirmen wie Acer, AOC oder Benq werden als Notlösung Standard-Geräte in einer abgespeckten Version ohne den beanstandeten DVI-Port auf den Markt bringen. Sprecher von Acer und Benq: “Wir müssten sonst die Aufschläge an die Kunden weitergeben, die Monitore werden dadurch zu teuer. Darum diese Spar-Variante.” (Carsten Müller/mk)

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