XP Starter Edition: Gut gemeint, schlecht gemacht?

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Zu einem Negativ-Urteil kommt das Analystenunternehmen Gartner über die abgespeckte Version von Windows XP, die Microsoft zunächst auf den asiatischen Markt bringen will: Das System werde User durch seine begrenzten Möglichkeiten frustrieren und sei nicht in der Lage, mit dem User zu ?wachsen?.

Gartner lobt zwar den prinzipiellen Ansatz den Microsoft mit der Starter Edition verfolgt. Die Idee, ein möglichst einfaches Betriebssystem für Einsteiger anzubieten und die Hilfe-Funktionen zu erweitern, sei im Kern richtig. Allerdings werden die User von XP offenbar unterschätzt. Angesichts der Vorkenntnisse, die sie beispielsweise in Internet-Cafes bereits erworben haben, ist die Starter Edition zu schwachbrüstig. Gartner nennt als einen der gravierendesten Mängel die eingeschränkte Multitasking-Fähigkeiten nur drei Anwendungen können zur gleichen Zeit ausgeführt werden. Außerdem müssen sich alle Anwender einen einzigen Desktop teilen und haben keine Personalisierungsmöglichkeiten. Und schließlich solle die Starter Edition zwar mit Service Pack 2 ausgeliefert werden, vernachlässige davon abgesehen aber die wichtigen Sicherheitsfragen. Gartner rät Firmen und Privatkunden vom Kauf der Starter Edition ab und empfiehlt Microsoft, bis zum offiziellen Launch im Oktober noch Änderungen vorzunehmen. (dj/kh)

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