Online-Banking auf dem Vormarsch

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Noch nutzen zwar die meisten Bankkunden die Filiale vor Ort, doch der Trend verlagert sich zum Online-Banking. Vor allem Aktiengeschäft und kurzfrisitge Anlagen werden schon über das Internet abgewickelt.

Die vertraute Bankfiliale vor Ort ist bei vielen Bankgeschäften immer noch der am häufigsten genutzte Weg für Beratung und Abwicklung. Dies gilt selbst für die rund 24 Millionen Deutschen, die regelmäßig das Internet nutzen und damit im Prinzip Online-Banking nutzen können. Mindestens jeweils rund 70 Prozent aller Online-Nutzer greifen auf die Beratungs- und Abschlussmöglichkeiten ihrer Filiale zurück, wenn es um Sparanlagen wie zum Beispiel Sparverträge oder Sparbriefe, die Anlage in Fonds beziehungsweise festverzinsliche Wertpapiere oder auch um Ratenkredite geht. Dies sind Ergebnisse einer Studie des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens TNS Infratest (München).

Doch die Zahl der Online-Nutzer, die bei diesen Bankgeschäften das Internet nutzen, nimmt stetig zu. Schließen Online-Nutzer heute beispielsweise einen Ratenkredit ab, so tun sie dies in 17 Prozent der Fälle online. Noch mehr, nämlich 30 Prozent, nutzen das Internet um sich vor Vertragsabschluss über Angebote zu informieren. Was die Sparanlage in Sparverträge und Sparbriefe betrifft, wäre für beinahe 50 Prozent aller Online-Nutzer der Verzicht auf eine persönliche Beratung beziehungsweise die reine Online-Abwicklung grundsätzlich vorstellbar.

Besonders spürbar ist der Bedeutungszuwachs des Internet aktuell beim Kauf von Aktien und beim Abschluss kurzfristiger Geldanlagen wie Tages- oder Festgeldkonten. Etwa 50 Prozent aller Online-Nutzer informieren sich vor dem Kauf oder Abschluss online über entsprechende Angebote der Banken. Rund 40 Prozent nutzen das Internet sogar zur Abwicklung dieser Bankgeschäfte. Im Fall der kurzfristigen Geldanlagen bedeutet dies: Rund 8,4 Millionen Online-Nutzer haben innerhalb der letzten drei Jahre kurzfristig Geld angelegt. Etwas mehr als 3 Millionen haben dabei als Abwicklungsweg das Internet gewählt.

Die zunehmende Verlagerung von Bankgeschäften auf das Medium Online bedeutet laut der Studie aber nicht, dass der Online-Kunde nun gänzlich ohne Unterstützung bzw. Beratung seitens seiner Bank auskommt. Informations-, Beratungs- und Abwicklungsprozesse werden wie bisher, nur eben vermehrt, auch online ablaufen. Die virtuellen Bankfilialen sind gefordert, entsprechende Angebote bereitzustellen. (dd)

(
de.internet.com
– testticker.de)

Weitere Infos:

TNS Infratest

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