IBM: Vorerst kein Einsatz von Service Pack 2 für Windows XP

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Nachdem Microsoft die Herausgabe seines Service Packs 2 (SP2) für Windows XP feiert, reagieren die IT-Abteilungen der großen Konzerne eher verhalten.

Der IT-Chef des IBM-Konzerns weißt unter der Überschrift “To patch — or not to patch” in einem Intranet-Artikel die Mitarbeiter an, das Service Pack 2 nicht einzusetzen, weil es zu Kompatibilitätsproblemen kommen könne. “Während der Patch für andere Microsoft Windows XP-Besitzer eine gute Nachricht bedeutet, sagt IBM den Anwendern, dass sie SP2 nicht installieren sollen”, heißt es darin weiter. Bei dem multinationalen IT-Konzern gibt es ca. 400 000 Installationen der Software.

Das neue XP-Service-Pack bringt wichtige Sicherheitsverbesserungen für das Betriebssystem. Dazu zählen ein Sicherheitscenter, eine neue Firewall und ein Popup-Blocker für den Internet Explorer. Ein Netzwerk-Installationspaket ist für Unternehmensanwender verfügbar.

“IBMs große Anzahl von Web-Applikationen muss erst getestet, und teilweise modifiziert werden, damit sie mit SP2 korrekt arbeiten. Gegenwärtig laufen einige wichtige, geschäftskritische Anwendungen nicht störungsfrei mit SP2”, heißt es weiter in der IBM-Leitlinie. “Wenn diese Dinge gelöst sind, wird IBM eine eigene User-Version des SP2 herausbringen.” Ein IBM-Sprecher erklärte, dass man zu internen IT-Angelegenheiten keine Stellung nehmen werde.

Microsoft selbst kämpfte im Zusammenhang mit dem SP2 mit Kompatibilitätsproblemen. Für die Software Microsoft CRM (Customer Relationship Management) 1.2 wurde ein Update veröffentlicht, weil es im Zusammenspiel mit dem aktualisierten Windows XP nicht mehr störungsfrei lief. Die erste Beta von Windows XP SP2 erschien im Dezember letzten Jahres, gefolgt vom Release Candidate 1 im März, und einem zweiten Release in Juni. (dd)

(de.internet.com – testticker.de)

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