Standardkonforme Webdokumente mit Dreamweaver
Von HTML nach XHTML

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Wer sich beim Webdesign an den neuesten Standards und W3C-Empfehlungen orientieren will, kommt an XHTML nicht vorbei. Mit Dreamweaver MX 2004 ist der Umstieg kein Problem.

Modernes Outfit

Standardkonforme Webdokumente mit Dreamweaver

Bei der Neukonzeption eines Web-Auftritts wird sich jeder professionelle Webdesigner an den neuesten Standards orientieren, und das bedeutet für klassische Webseiten XHTML. Die Orientierung an HTML 4.0 ist eine Sackgasse, da dieser Standard nicht mehr weiterentwickelt wird und durch die W3C-Empfehlung XHTML 1.0 abgelöst wurde.

Es gibt einen einfachen Grund, warum eine solcher Schritt notwendig ist. Wenn auch mit Verzögerung, so standen doch sowohl bei den Browsern als auch bei den Entwicklungs- und Design-Tools bei der Weiterentwicklung dieser Programme immer die W3C-Standards Pate. Wer also nicht mitmacht bei XHTML&Co., läuft Gefahr, dass seine Seiten in künftigen Browsern nicht mehr korrekt angezeigt werden oder für die Entwicklung keine passenden Werkzeuge und Programme mehr zur Verfügung stehen.

Auch ein Redesign einer Site sollte man nutzen, um den alten HTML-Konstruktionen ein modernes XHTML-Outfit zu verpassen.

Für beide Aktivitäten stellt Dreamweaver MX ein geeignetes Werkzeug dar. Damit lassen sich zum einen vorhandene HTML-Seiten schnell und einfach in XHTML-Dokumente umwandeln. Mit wenigen Klicks lässt sich das Programm auch von vornherein als XHTML-Werkzeug einrichten.


Dreamweaver goes XHTML

Standardkonforme Webdokumente mit Dreamweaver

Wählen Sie dazu im Menü Bearbeiten die Option Voreinstellungen. Im folgenden Dialog selektieren Sie die Kategorie Neues Dokument und aktivieren dann die Checkbox Dokument XHTML-kompatibel machen. Nach einem Klick auf OK ist Ihr Dreamweaver ein XHTML-Editor. Sie erkennen dies daran, dass beim Anlegen eines neuen Dokuments automatisch der typische XHTML-Prolog eingeblendet wird.

Sollte ein genereller Switch des Programms nicht gewünscht sein, haben Sie alternativ auch die Möglichkeit, bei jedem Anlegen eines neuen Dokuments diese Festlegung vorzunehmen. Im Dialogfenster Neues Dokument befindet sich rechts unten eine Checkbox Dokument XHTML-kompatibel machen. Wenn Sie diese aktivieren, gilt die Festlegung allerdings nur für das Dokument, das Sie gerade angelegt haben, und nicht generell für Dreamweaver.

Allerdings hat diese Festlegung keinerlei automatische Validierung auf Konformität zur Folge. Das heißt, wenn Sie ungültige Elemente oder Schreibweisen eingeben, erfolgt keine automatische Korrektur. Eine solche muss erst explizit angestoßen werden.

Auch für Umwandlung vorhandener HTML-Dokumente in das XHTML-Format bietet Dreamweaver komfortable Werkzeuge an. Die Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt, wie Sie vorgehen müssen.


Validierung von Dokumenten

Standardkonforme Webdokumente mit Dreamweaver

Wenn Sie hundertprozentig sicher gehen wollen, dass Ihr Werk exakt den W3C-Vorgaben in Sachen XHTML entspricht, sollten Sie es validieren.

Auch dafür gibt es bei Dreamweaver das passende Werkzeug. Allerdings müssen Sie vorher einen Validator festlegen. Dies geschieht wieder über die Option Voreinstellungen im Bearbeiten-Menü. Wählen Sie hier die Kategorie Validator und aktivieren Sie die Checkbox vor dem XHTML-Validator, den Sie benutzen wollen.

Dann können Sie über das Datei-Menü und die Optionen Seite überprüfen und Auf XML überprüfen den Check starten. Das Ergebnis wird Ihnen in einem Protokoll im unteren Bereich des Dreamweaver-Fensters angezeigt. Ein Doppelklick auf eine Zeile in diesem Protokoll bringt Sie in der Code-Ansicht direkt an die Stelle, an der der protokollierte Fehler auftrat.


Online-Validierung

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Das Fehlerprotokoll des Dreamweaver-Validators ist sehr spartanisch. Manche Aussage gibt eher Anlass zum Grübeln, als dass sie ein konkrete Handlungsweise anbieten würde. Wesentlich aussagekräftigere Protokolle liefert der Online-Validator, den das W3C unter der Adresse validator.w3.org zur Verfügung stellt.

Sie haben hier zwei Optionen. Sie können durch die Eingabe des URLs ein File auf einem entfernten Server überprüfen oder ein XHTML-Dokument auf Ihrem lokalen PC auswählen. Für die erste Variante tippen Sie einfach die Adresse des zu überprüfenden Dokuments in das Eingabefeld ein und starten dann die Validierung. Die Auswahl eines lokalen Dokuments erfolgt über den klassischen Dateiauswahl-Dialog von Windows. Das Ergebnis ist in beiden Fällen ein sehr umfangreiches Protokoll, das mit mehrzeiligen Erklärungen zu jeder Abweichung vom Standard aufwartet. Anhand dieses Protokolls können Sie sich dann daran machen, das XHTML-File W3C-konform zu machen. Konkrete Ortsangaben (Zeilennummern) erleichtern Ihnen die Arbeit.


Dokumenttyp-Definition

Standardkonforme Webdokumente mit Dreamweaver

Im Zusammenhang mit der Validierung von XHTML-Dokumenten tauchen immer wieder die Begriffe strict, transitional und frameset auf. Es handelt sich dabei um so genannte Dokumenttyp-Definitionen (DTD), deren es drei bei XHTML gibt. Nach den Regeln einer XML-basierten Auszeichnungssprache ist eine XHTML-Datei erst dann eine gültige Datei, wenn sie einen bestimmten Dokumenttyp angibt und sich genau an die für diesen Typ definierten Regeln hält.

Bei XHTML gibt es drei verschiedene DTDs, nämlich strict, transitional und frameset. Die Angabe für die strict-Variante lautet zum Beispiel


XHTML 1.0 Strict//EN"
"http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/
xhtml1-strict.dtd">

Wie der Name schon sagt, sind die Regeln bei der strict-Variante am strengsten.
Hier dürfen Sie nur noch die Sprachelemente verwenden, die der reinen XHTML-Lehre entsprechen (www.w3.org/ MarkUp). Nicht mehr unterstützte Elemente früherer HTML-Versionen führen zu Fehlermeldungen bei der Validierung. Die Variante transitional ist hier etwas nachsichtiger. Hier werden auch die früher einmal erlaubten Elemente und Attribute im Hinblick auf die Browser-Abwärtskompatibilität noch mit einiger Nachsicht behandelt. Die Variante frameset ist nur für spezielle XHTML-Dateien gedacht, in denen Framesets definiert werden.

Die neueste XHTML-Version 1.1 kennt übrigens nur noch eine DTD, die in etwa der strict-Version entspricht.