Handykarten fürs Notebook
GPRS ist erste Wahl

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UMTS überträgt mit 400 kBit/s zwar schon doppelt so schnell,
aber die Auswahl ist noch mager und der neue Standard
in der Anschaffung abschreckend teuer.

Daten im GSM-Mobilfunknetz

Handykarten fürs Notebook

Aus dem Urlaub die neuesten Fotos nach Hause schicken oder einfach E-Mails abrufen das ist heutzutage fast überall möglich. Die meisten Hotels bieten ihren Gästen einen Rechner zur Internet-Nutzung oder gar einen Internet-Anschluss im Zimmer. Die Kosten dafür sind aber meist unverhältnismäßig hoch. Einfacherer und bei häufigem Gebrauch vor allem billiger ist es, über das GSM-Handynetz ins Internet zu gehen. Neben einem Notebook ist dazu nur ein Handy oder ein PC-Card-Modem erforderlich, das GPRS, HSCSD oder UMTS unterstützt.

GPRS (General Packet Radio Service) ist der Dienst, der Daten im GSM-Mobilfunknetz überträgt. Er verwendet mehrere Funkkanäle gleichzeitig, so genannte Funkzeitschlitze, und erreicht damit theoretische Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 171 kBit/s. Die Nutzung mehrerer Funkschlitze nennt sich Multislot-Technik. Sie eignet sich für Instant Messaging oder zum Abrufen von E-Mails, da die Anbieter nicht die Zeit, sondern die übertragene Datenmenge abrechnen.


Transfer größerer Datenmengen

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HSCSD (High Speed Circuit Switched Data) ist hingegen für den Transfer größerer Datenmengen wie beispielsweise Fotos oder Dokumente gut. Die Rechnung ist hier nicht von der versendeten oder empfangenen Datenmenge, sondern von der im Netz verbrachten Zeit abhängig. Theoretisch ist eine Geschwindigkeit bis zu 115 kBit/s möglich.

Die UMTS-Technologie (Universal Mobile Telecommunications Service) arbeitet wie GPRS paketorientiert und erreicht Verbindungsgeschwindigkeiten von bis zu 2 MBit/s. Diese für den mobilen Gebrauch sehr hohe Übertragungsrate wird allerdings nur in gut ausgebauten Ballungszentren möglich sein. In den restlichen Gebieten soll der Datentransfer aber immer noch bei etwa 400 kBit/s liegen. Diese Geschwindigkeit macht Freude. Der momentane Preis weniger. Mit knapp 1000 Euro Anschaffungskosten ohne Vertragsbindung ist das einzige UMTS-PC-Card-Modem einfach noch zu teuer für den Privatgebrauch. Das Funknetz befindet sich außerdem noch im Aufbau.

GPRS und HSCSD sind die weitaus günstigeren Alternativen zu UMTS. Die folgende Tabelle stellt elf Karten mit verschiedenen Übertragungsmethoden vor.


Schneller Upload – langsamer Downloads

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GPRS verwendet mehrere Funkkanäle gleichzeitig. Der Benutzer hat die Möglichkeit diese Kanäle entweder zum Up- oder zum Download zu verwenden. Wenn, wie beim Surfen, hauptsächlich Daten geladen werden, sollte das Hauptaugenmerk auf dem Download liegen. Dazu müssen so viele Funkzeitschlitze wie möglich mit Downlinks belegt werden. Die restlichen Kanäle werden für den Upload bereit gestellt. So sind je nach individuellen Anforderungen unterschiedliche Geschwindigkeiten möglich.

Ein Uplink, vier Downlinks:
812 kBit/s Upload, 3248 kBit/s Download.

Oder
vier Uplinks, ein Downlink:
2348 kBit/s Upload, 812 kBit/s Download.

Die Anzahl der verfügbaren Slots kann der Tabelle auf der rechten Seite entnommen werden.

Die Anzahl der einsetzbaren Funkkanäle variiert je nach GPRS-Klasse. Die Belegung dieser Kanäle ist von den eigenen Bedürfnissen abhängig, da mehr Up- und Downlinks als Funkkanäle zur Verfügung stehen. So muss sich der Benutzer entscheiden, womit er die Funkzeitschlitze belegt. Je mehr Downlinks vorhanden sind, desto höher ist die Downloadgeschwindigkeit. Diese senkt aber automatisch das Uploadtempo.


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