US-Senator will P2P, MP3 und CD-Brenner verbieten

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Der republikanische US-Senator Orrin Hatch aus dem Bundestaat Utahesvorlagen, unternimmt derzeit einen erneuten Anlauf, der amerikanischen Content-Industrie sämtliche geschäftlichen Hürden aus dem Weg zu räumen.

Orrin Hatch, bekanntlich auf der Spendenliste zahlreicher Unternehmen der Unterhaltungsindustrie, will den sogenannten “Induce Act” durchdrücken, der festschreiben würde, dass Firmen, die eine Copyright-Verletzung ermöglichen, dafür von den Copyright-Inhabern verklagt werden können.

Dadurch würde das legendäre Betamax-Urteil aufgehoben, das einen Hersteller von Videorekordern (damals: Sony) von der Verantwortung für eventuellen Missbrauch freistellte. Auf Basis dieses Urteils wurde auch der Prozess gegen Streamcast, den Betreiber der Tauschbörsen Morpheus und Grokster, ohne Erfolg der Contentindustrie beendet.

Die Hersteller von digitalen Mediaplayern (wie Apples iPod) und Betreiber von P2P-Börsen laufen nun ebenso Sturm wie CNET Networks, eBay, Google, Intel, MCI, TiVo, Verizon Communications, Sun Microsystems, Yahoo und viele andere IT/Medien-Unternehmen. Sie befürchten schweren Schaden für die US-amerikanische Wirtschaft durch dieses Gesetz und eine Abwanderung von Hi-Tech-Unternehmen ins liberalere Ausland.

Zumindest würde ein solches US-Gesetz, auch in abgeschwächter Form, für Musik- und Filmkonzerne Lizenzeinnahmen in ungeahnter Höhe und damit eine Verteuerung aller IT- und Medienprodukte bedeuten. (mk)

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