Musikindustrie mit kleinen Erfolgen gegen Raubkopierer

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Zwar wächst der Markt für illegale CD-Kopien weiter; allerdings nicht mehr so schnell wie in den letzten Jahren, was die Musikindustrie auf ihre Kampagnen gegen Musikpiraten zurückführt.

Der Branchenverband IFPI hat in London seinen Jahresbericht vorgelegt. Demnach haben Raubkopien mittlerweile ein Umsatzvolumen von 4,5 Milliarden Dollar erreicht und damit vier Prozent mehr als im Vorjahr. Dies ist jedoch der geringste Zuwachs in den letzten Jahren und wird bereits als kleiner Erfolg verbucht. Vor allem auf ein stärkeres Vorgehen gegen Raubkopierer führt man dies zurück.

War im Jahr 2000 noch jede fünfte CD eine Raubkopie, so soll es mittlerweile bereits jede dritte sein. Die illegal kopierten Tonträger machen dem Verband zufolge 35 Prozent des Musikmarktes aus.

Vor allem in Brasilien, China, Mexiko, Pakistan, Paraguay, Russland, Spanien, Taiwan, Thailand und der Ukraine haben die Musikpiraten jedoch zu leichtes Spiel, bemängelt der IFPI. Für den größten Umsatzausfall macht man China verantwortlich; dort sollen illegal kopierte CDs im Wert von 600 Millionen Dollar umgesetzt werden. (dd)

Weitere Infos:

IFPI

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