Deutsche Aktionärsschützer skeptisch zum Google-Börsengang

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Zu den größten Risiken zählen Experten den Hype um den Börsengang, der den Ausgabekurs zu sehr nach oben treiben kann, sowie Wettbewerber, die Google den Rang als führende Suchmaschine streitig machen.

Deutsche Aktionärsschützer haben sich skeptisch zum Börsengang Googles geäußert. “In Folge des allgemeinen Hypes um die Google Emission sowie die Besonderheiten des Zuteilungsverfahrens (Auktionsverfahren) bleibt abzuwarten, ob die Aktie nicht zu einem Preis auf den Markt kommt, der zumindest nach den üblichen Bewertungskriterien keinen allzu großen Spielraum nach oben lässt”, sagte Klaus Schneider vom Vorstand der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger.

Die Frage, wie sich das Papier entwickeln wird, bezeichnete Schneider als “spannend”. Zu berücksichtigen sei der Emissionspreis am oberen Ende eines vertretbaren Niveaus, “mit der Folge entsprechend begrenzter Kurschancen”. Schneider: “Des weiteren darf nicht übersehen werden, dass sich aktuell einige wohl ernsthafte Wettbewerber in den USA entwickeln.” Deren Auswirkungen auf die Google Erlöse seien sorgfältig zu beobachten.

Google hat ein spezielles Auktionsverfahren gewählt, nachdem die Aktienzuteilung nach Maßgabe des gebotenen Preises erfolgen soll. Nach Schneiders Kenntnisstand werden die Google-Aktien in Zuge der Emission nicht in Deutschland angeboten. “Das heißt, es wird kein für ein öffentliches Angebot erforderlicher Emissionsprospekt für Deutschland herausgegeben.” Somit könnten nur Anleger mit Wohnsitz in den USA die Emission zeichnen bzw. am Auktionsverfahren teilnehmen. Deutsche Anleger könnten erst im daran anschließenden Börsenhandel Google-Aktion erwerben, erklärt der Experte. (dd)

( de.internet.com – testticker.de)

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