Napster-Prozess gegen Bertelsmann kann weitergehen

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Ein US-Bundesgericht hat der Musikindustrie gestattet, ihren Prozess gegen die Unterstützer der alten Version der Musiktauschplattform Napster weiterzuführen.

Verklagt wegen Verstoßes gegen das Urheberrecht werden der deutsche Medienkonzern Bertelsmann und der zweite Geldgeber Hummer Winblad Venture Partners. UMG Recordings und Capital Records gehören zu den Klägern, die wegen Mitwirkung an Urheberrechtsverletzungen Schadensersatz in Höhe von 17 Milliarden Dollar fordern. Richter Marilyn Hall Patel beurteilte die Klageschriften als stichhaltig genug, um eine Fortführung des Prozesses zu rechtfertigen.

Die Klagen beziehen sich auf Kredite, die Bertelsmann Napster in den Jahren 2000 und 2001 gewährt hat. Ziel dieser “zweckgebundenen Darlehen” war es nach Darstellung des Medienkonzerns, “Napster bei der Umwandlung in eine voll lizenzierte Musiktauschbörse zu unterstützen”. Bertelsmann hat insgesamt 85 Millionen Dollar bei seinem Engagement in die P2P-Tauschplattform verloren. Nach Ansicht des Gerichts haben die Geldgeber aber Napster nicht nur die Geldmittel für den weiteren Geschäftsbetrieb geliefert, sondern versucht, die Kontrolle über das Unternehmen zu erlangen. (dd)

(de.internet.com – testticker.de)

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