Verdi bemängelt Datenschutz am Arbeitsplatz

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Die Gewerkschaft kritisiert fehlende Regelungen bei der Nutzung von Internet und E-Mail sowie die mangelhafte Aufklärung über den Datenschutz.

Der Schutz ihrer Privatsphäre bei der Nutzung von Internet und E-Mail am Arbeitsplatz ist für viele Beschäftige weiterhin ungeklärt. Zu diesem Ergebnis kommt eine von der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) durchgeführte Umfrage. “Das zeigt ganz deutlich, wie notwendig das von uns geforderte Arbeitnehmerdatenschutzgesetz ist”, sagte der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Franz Treml. In diesem Gesetz müsse die Nutzung von Internet und Onlinesystemen durch die Beschäftigten am Arbeitsplatz klar und eindeutig geregelt werden.

Den größten Handlungsbedarf gebe es bei der Überwachung des Onlineverhaltens am Arbeitsplatz. So sei ein Großteil der Befragten über Kontrollen nicht informiert. “Es ist erschreckend, dass etwa die Hälfte der Befragten nicht weiß, wie mit ihren protokollierten Daten umgegangen wird beziehungsweise davon ausgeht, dass sie eifrig gelesen werden”, fügt Treml hinzu.

Als positiv bezeichnete Treml, dass mehrheitlich am Arbeitsplatz privat gesurft und gemailt werden dürfe – wenn auch größtenteils nur geduldet oder mit Einschränkungen. Allerdings sei 20 Prozent der Befragten gar nicht bekannt, inwieweit sie Internet und E-Mail privat nutzen dürften. Hier bestehe dringender Handlungsbedarf: “Gemeinsam mit den Beschäftigten und ihren Interessenvertretungen müssen transparente Regelungen gefunden werden”, forderte Treml. (dd)

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