“Big Japanese Brother is watching you”: Japanische Schüler sollen mit RFID überwacht werden

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Geht es nach der japanischen Regierung, würde sie ihre Schüler gerne besser kontrollieren. In der Stadt Tabe startete nun ein Test der RFID-Überwachung.

Dem britischen Infodienst “The Register” zufolge startete in einer japanischen Grundschule ein Projekt, vor dem alle Datenschützer in Europa Angst bekommen sollten: RFID-Chips (Radio Frequency ID) sollen die Schüler überwachen und Alarm schlagen, wenn diese das Schulgelände verlassen oder sich einer Lokalität nähern, die als “unerwünscht” oder “gefährlich” eingestuft wurde. Die Eltern werden daraufhin per SMS darüber informiert, dass ihr Nachwuchs nicht brav war.

Wer die verbotenen Bereiche festlegt und welche bereits unerwünscht sind, gab das japanische Kommunikationsministerium allerdings nicht an. Weil aber in den Locations ebenfalls die RFID-Technik installiert werden müsste – etwa Spielhallen oder Süßigkeitenläden – könne ein Erfolg des Projekts noch eine Weile auf sich warten lassen. Gleichzeitig ist noch nicht bekannt, ob die Schüler die Chips bei sich tragen müssen oder ob sie implantiert werden. Im ersten Fall kann man sie “braven” Mitschülern “ausleihen”, wenn man sich fortschleicht. Doch im zweien Fall ist schon die Science-Fiction-Phase erreicht, gegen die sich viele wehren werden.

Doch wenn es erst einmal in einer Schule funktioniert, soll das System auf alle japanischen Grundschulen ausgeweitet werden. (mk)

Weitere Infos:
The Register

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