Sind wirklich Raubkopien im Wert von 29 Milliarden Dollar in Umlauf?

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Wie die Lobbygruppe Business Software Alliance BSA aktuell bekannt gibt, waren im vergangenen Jahr weltweit unlizenzierte Programme im Verkaufswert von knapp 29 Milliarden US-Dollar in Gebrauch.

Die Hochrechnung der BSA, es gäbe Raubkopien im Wert von 29-Milliarden-Dollar, basiert auf an der Annahme, jede Software, die ohne Lizenz verwendet wird (im Industriejargon: raubkopiert), würde eine reale Umsatzeinbuße bedeuten.

Dem widersprechen einige Branchenbeobachter. Fritz Effenberger von Tom’s Hardware Guide zum Beispiel: “Wären Software-Kopien, etwa durch eine plötzliche Veränderung physikalischer Grundgesetze, nicht mehr möglich, dann dürfte das schwerlich einen plötzlichen Umsatzschub in genannter Höhe bedeuten, sondern eher einen Wechsel einer breiten Nutzerbasis von bisher viel verwendeten Microsoft-Produkten auf freie, kostenlose Software. “

Dennoch beeindruckt die BSA mit der Mitteilung, “Raubkopien” würden inzwischen mehr als die Hälfte des (fiktiven) weltweiten Softwaremarkts ausmachen. Vor allem Ost-Asien, Lateinamerika und Osteuropa werden hier als Problemschwerpunkte genannt. (mk)

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