Patentjäger streiten um Ergo-Tastatur

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Diesmal ist Microsoft das Opfer: Das Unternehmen TypeRight behauptete, die “ergonomische Tastatur” erfunden zu haben – und wollte Geld von den Redmonder Recken. Das Patent wurde für ungültig erklärt, doch nun wird der Fall wieder aufgerollt.

Das kleine US-Unternehmen TypeRight sonnt sich in der Glorie, angeblich die “ergonomische Tastatur” – mit getrennten Tasten für die linke und die rechte Hand – erfunden zu haben. Der Versuch, von Microsoft dafür Geld zu erhalten, scheiterte allerdings: Die Patente 441 und 484 von TypeRight müssten aberkannt werden, denn die deutsche Firma Marquardt hätte schon in den 80er-Jahren eine derartige Tastatur angeboten – vor dem Patenteintrag für TypeRight 1998.

Doch nun kontert TypeRight damit, dass Microsoft-Informationsquellen immer dubios seien; MS habe mit unglaubwürdigen Zeugen den Fall des Tastatur-Patentes betrieben. Nun zweifelt auch das Berufungsgericht an dem Urteil von 2000 und will den Fall neu verhandeln.

Beide Unternehmen stehen jedoch zu ihrer Darstellung. Diesmal geht der Schlagabtausch noch unfreundlicher weiter, denn selbst ausgesprochene Microsoft-Hasser stehen diesmal für das Softwarehaus gerade und glauben eher an die deutsche als an die amerikanische Erfindung. Eine Medienschlacht rund um das Thema wird in den USA erwartet. (mk)

Weitere Infos:

US-Patentamt

Microsoft

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