DVD-ROM-Kompatibilitätstest
39 Rohlinge in 16 Laufwerken

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Fujis DVD-R-Medium wird mit Highspeed in allen Testdrives erkannt. Wer Plus-Formate brennt, sollte sich an den Sony-Rohling halten, der mit 135 von 160 Punkten am besten abschneidet.

Inkompatibilität

DVD-ROM-Kompatibilitätstest

Bei unserem DVD-ROM-Kompatibilitätstest treten 39 Rohlinge verschiedener Hersteller an, und zwar sowohl DVD-R/-RW- als auch DVD+R/+RW-Medien. Im Einzelnen handelt es sich um neun DVD-R-, fünfzehn DVD+R-, fünf DVD-RW- und zehn DVD+RW-Rohlinge.
Sämtliche 39 Medien beschreiben wir mit dem Pioneer DVRA06, unserem Referenzbrenner, der beide Formate, Plus und Minus, unterstützt. (Einen ausführlichen Test zu allen aktuellen Dual-DVD-Brennern finden Sie in PC DIREKT 03/04.)
Falls Sie einen bestimmten DVD-Rohling nicht mit voller Geschwindigkeit brennen können, liegt es in der Regel daran, dass der Rohlingstyp nicht zum Brenner kompatibel ist. Wird die Scheibe selbst nach einem Firmware-Update nicht mit voller Schreibgeschwindigkeit erkannt, dann liegt es schlicht daran, dass er nicht in die Firmware aufgenommen und eingespeist wurde. Pioneer und Sony bieten dafür eigene Kompatibilitätslisten an, die zeigen, welcher Rohling mit welchem Brenner am besten zusammenarbeitet. Weitere Infos dazu finden Sie unter www.sony.de und www.pioneer.de.

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Testverfahren

DVD-ROM-Kompatibilitätstest

Um unsere Testmedien füllen zu können, benötigen wir zunächst Daten. Wir brauchen also einen Film, der nicht neu komprimiert werden muss, nicht kopiergeschützt ist und der in Originalgröße mit allen Menüs auf einen DVD-Rohling passt. Um diesen Teststreifen auf die Prüflinge zu brennen, müssen wir ihn zuerst auf die Festplatte sichern, weshalb wir die einzelnen Dateien des Films über den Dateimanager in ein Verzeichnis auf der Harddisk kopieren. Anschließend werden sämtliche Files mit Nero Burning ROM 6.0 auf alle 39 Rohlinge gebrannt. Für den Kompatibilitätstest stehen uns 16 aktuelle, am Markt erhältliche DVD-Laufwerke zur Verfügung. Mit Hilfe des Ziff-Davis-Transfertests lesen wir dann den Datenstrom der gebrannten Rohlinge aus. Anhand der Datentransferkurven werden kleine Unregelmäßigkeiten und grobe Lesefehler sichtbar.

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Probleme bei -R-Medien

DVD-ROM-Kompatibilitätstest

Dabei zeigte sich, dass es selbst bei den sonst unkomplizierten und kompatiblen DVD-R-Medien Probleme gibt. Lediglich der Fuji-Rohling wird von allen Laufwerken anstandslos erkannt und ohne Fehler ausgelesen. Die DVD-R-Medien von SKC zeigen bei allen 16 Laufwerken hohe Lesefehler, bis hin zu Abstürzen. Beim Intenso-Rohling verweigern acht von 16 Laufwerken den Zugriff auf das Medium, lediglich das LG-, Aopen-, Artec-, Sony und das Plextor-Drive sind zur Lektüre bereit. Die beiden DVD+R-Rohlinge von Imation und Primedisc kennzeichnet eine hohe Fehlerrate und Inkompatibilität zu allen Laufwerken. Der DVD-RW-Rohling von Fuji- und TDK wird von allen Drives akzeptiert und ist frei von Einbrüchen im Datenstrom und Lesefehlern.

Fazit:
Die besten Drives kommen von Aopen, MSI, NEC und Panasonic, die eine erstklassige Kompatibilität vorweisen können. Wer bei den Medien auf der sicheren Seite sein will, der sollte Scheiben von Fuji, TDK, Maxell und Sony verwenden.

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Ergebnisse aus dem Testlabor

DVD-ROM-Kompatibilitätstest

Mit dem Ziff-Davis-Transfertest haben wir die 39 beschriebenen DVD-Rohlinge ausgelesen.
Die Transferkurve zeigt den genauen Datenstromverlauf des Rohlings an: Das linke Bild weist gravierende Einbrüche und Lesefehler im Datenstrom auf, bis hin zum Absturz. Rechts im Bild sehen Sie eine perfekte Datentransferlinie. Geht der Einbruch über zwei Kästchen, wird das als Fehler gewertet.

Dual Disc rettet die Hitparade
Die Musikindustrie bereitet weltweit den Start einer neuen Technologie vor, die CDs und Musikvideos beziehungsweise -DVDs auf einer einzigen CD vereinigt. Produziert wird die Dual Disc von AOL Time Warners Warner Music in Zusammenarbeit mit Sony und soll Anfang 2004 auf den Markt kommen. Der Plan wird von den drei großen Plattenlabeln Universal Music, EMI und BMG unterstützt. Das neue Produkt würde ein Musikalbum auf der einen Seite und eine DVD auf der anderen Seite enthalten. Hergestellt wird die CD in den Produktionsstätten von Sony und Warner Music.


Philips setzt auf Double-Layer-DVD

DVD-ROM-Kompatibilitätstest

Der niederländische Elektronikkonzern Philips präsentiert mit dem DVDRW885K ein PC-Laufwerk, das die neuen Double-Layer-DVD+R-Formate unterstützt. Dem Unternehmen zufolge verarbeitet es als erstes PC-Drive die neuen doppelt beschichteten DVD-Medien, die bis zu 8,5 GByte Speicherkapazität bieten. Damit können diese DVDs rund vier Stunden Video in DVD-Qualität oder den Inhalt von 13 CD-ROMs aufnehmen. Will man darauf zugreifen, so muss die DVD+R nicht einmal gewendet werden. Das Speichermedium ist abwärtskompatibel zu aktuellen DVD-Playern und DVD-ROM-Laufwerken. Zeitgleich wird Philips auch Double-Layer-Medien mit 8,5 GByte anbieten. Das DVDRW885K bietet 8fach-Speed und wird im Package mit der Software-Suite Nero 6 zum Brennen, Erstellen undBearbeiten von DVDs und CDs angeboten. Für 169 Euro soll das DVD-Kit ab April 2004, zeitgleich mit Philips-Double-Layer-DVD+R-Medien, über den Ladentisch gehen.

HP und Dell unterstützen die Blue-ray-Disc
Die Computerriesen Hewlett-Packard und Dell haben ihre Unterstützung für den Blue-ray-Standard bekannt gegeben. Damit treten beide Unternehmen einer Gruppe von Verfechtern des neuen DVD-Standards bei, der schon so prominente Mitglieder wie Sony und Matsushita hat.
Die Unterstützung besteht dabei im möglichen Einbau von Blue-ray-Laufwerken in HP- und Dell-PCs, was nach eigenen Angaben der Schlüssel zum Erfolg für den nachrückenden Standard sein könnte. Die neuen Blue-ray-basierten Datenträger können bis zu sechsmal so viel Daten speichern wie herkömmliche DVDs. Damit ist die Aufzeichnung von vier Stunden High-Definition-Video möglich.
Neben Blue-ray gibt es allerdings noch einige andere Datenformate, die in Zukunft die DVD ersetzen wollen. Hauptkonkurrent dürfte dabei der Standard HD DVD sein, der unter anderem von Toshiba, Microsoft und Intel favorisiert wird. Er zeichnet sich nach Angaben seiner Unterstützer vor allem durch seine geringen Produktionskosten aus. Im Jahr 2005 will NEC die Technologie erstmals in seinen PCs einsetzen. Beide Standards sind bereits vom DVD-Forum genehmigt worden. Die HD DVD gibt es vorerst allerdings nur für Read-only-DVD-Player.