Irak: Top-Level-Domain in juristischen Fallgruben gefangen

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Auch wenn die Besatzung durch die USA – zumindest auf dem Papier – beendet ist: die Iraker können noch immer nicht über ihre eigene Landes-TLD “.iq” verfügen.

Die Irak-Landes-Domain “.iq” hängt fest: Als diese im Jahr 1997 eingerichtet wurde, übergab die ‘Internetverwaltung’ ICANN die Kontrolle darüber verständlicherweise nicht an Saddam Hussein, sondern an eine Firma in Texas, InfoCom. Fünf Jahre später wurden das Unternehmen und seine Eigentümer allerdings verschiedener Vergehen angeklagt, so der Export von Computern entlang der “Achse des Bösen”, nach Libyen und Syrien. Zudem sollen die InfoCom-Chefs Geld an ein Mitglied der extremistischen islamischen Organisation Hamas weiter geleitet haben.

Im Zuge des schwebenden Gerichtsverfahrens ist nun auch die Weitergabe der TLD an eine rechtmäßige irakische Verwaltung blockiert. Weder die irakische Regierung noch das weltberühmte Baghdad Museum können sich unter nationaler Adresse im Web präsentieren, wie der britische Inquirer aktuell berichtet. (mk)
( – testticker.de)

Weitere Infos:

Bericht des ‘Inquirer’ über die Irak-TLD

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