Spinat macht schwache Notebooks stark

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“Eine Portion Spinat für mein Notebook, bitte!” – Der moderne Popeye bekommt nicht mehr Muskeln vom Spinat, sondern Strom. Forscher in Boston entwickelten eine Solarzelle, die Proteine aus dem grünen Gewächs nutzt, um elektrische Energie zu erzeugen.

Spinat treibt das Notebook und andere elektrische Geräte an? Keine Science Fiction: Erste Prototypen der neuen Erfindung wandeln bereits zwölf Prozent der absorbierten Lichtenergie in Strom um. Dies berichtet die Wissenschaftszeitung ‘Nature’ in ihrer neuesten Ausgabe. Marc Baldo vom MIT (Massachusetts Institute of Technology) will die Lebensdauer und die Effizienz der grünen Solarzellen noch verbessern.

Während Grünpflanzen bei der Photosynthese ohnehin schon Sonnenlicht in elektrische Energie umwandeln, die dann wieder als Zucker gespeichert wird, setzen die Forscher bereits bei den Molekülen “vor” der Zuckerumwandlung an. Die lichtsensitiven Proteine setzen Energie frei, in der Forschungsarbeit der MIT-Forscher um Baldo allerdings nicht auf die Pflanze, sondern auf eine dünne Goldfolie, die mit einer leitenden Schicht aus Metall verbunden ist.

Die Bio-Solarzellen sollen langfristig die siliziumbasierten Zellen ablösen und damit gleichzeitig die Herstellungskosten senken. Die Effizienz der Spinatzellen sollen, so die Forscher, leicht so anzusteigern sein, dass sie die herkömmlichen Solarzellen erreicht. Wer also künftig grüne Notebooks vor allem in warmen Ländern sieht, weiß: Spinat macht schwache Notebooks stark. (mk)


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Massachusetts Institute of Technology

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