EU setzt Strafe gegen Microsoft aus

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Microsoft verschafft sich im Wettbewerbsstreit mit der EU Luft – die Geldstrafe und die Auflagen, Schnittstellen für Konkurrenten offenzulegen, werden vorerst ausgesetzt.

Die Europäische Union setzt den Strafkatalog gegen Microsoft aus, bis ein Berufungsgericht eine Entscheidung gefällt hat. Das teilte EU- Kommissionssprecherin Amelia Torres mit.

Ende März war der US-Konzern von der Europäischen Kommission wegen Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht zu einer Geldstrafe in Höhe von 613 Millionen Dollar und Auflagen zur Entkoppelung seiner Software verurteilt worden. Microsoft-Anwälte hatte am vergangenen Freitag argumentieren, dass eine nachträgliche Rücknahme des Strafkatalogs keine Option sei, weil bis dahin bereits ein irreparabler Schaden für das Unternehmen entstünde. Der Software-Konzern hat beim Präsidenten des Europäischen Gerichts erster Instanz einen Antrag auf Aussetzung des sofortigen Vollzugs des Urteils gestellt.

Eine 90-Tagefrist für eine europäische Windows-Version ohne Mediaplayer endet am kommenden Montag. In 120 Tagen muss der Konzern seinen Konkurrenten im Server-Bereich Informationen liefern, damit deren Produkte voll kompatibel zu Windows-Desktops werden. (dd)

( de.internet.com – testticker.de)

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