Wasserkühler für Computer
Monster kühlt alles

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Während Levicom die Kühlleistung einer kompakten Bauform und dem Einbaukomfort unterordnet, geht Asetek einen anderen Weg und fokussiert auf höchste Performance. So erfordert der Waterchill mehr Bastelei als der Watercube, ist aber in Sachen Kühlung weit überlegen.

Zwei 120-mm-Papst-Lüfter

Wasserkühler für Computer

Schon die Dimensionen des Waterchill beeindrucken: Zwei gewaltige, superleise 120-mm-Papst-Lüfter sorgen auf dem nachtschwarzen Black-Ice-Doppelradiator für optimale Abkühlung des Wassers, das den Wärmetauscher durchfließt. Allerdings sollte der massive Radiator am besten in ein Loch verbaut werden, das in den Gehäusedeckel geschnitten wird, denn für den rund 25 x 12 Zentimeter großen Wärmetauscher gibt es in kaum einem PC-Gehäuse einen Standardeinbaupunkt. Natürlich kann man den Wärmetauscher auch gleich außerhalb des Gehäuses arbeiten lassen, muss dann aber die Schläuche über ein Slotblech herausführen oder das Gehäuse offen lassen.


CPU-Kühlblock aus massivem Kupfer

Wasserkühler für Computer

Der mit einer Plexiglasabdeckung versehene CPU-Kühlblock aus massivem Kupfer ist mit einem doppelten peripheren Abfluss versehen, so dass der zentrale Bereich der CPU immer mit kühlem Wasser versorgt ist. Zentrales Element der Wasserkühlung ist jedoch eine starke, über ein Slotblech mit der PC-Stromversorgung verbundene Pumpe mit einer Pumpleistung von satten 1200 Litern pro Stunde. An die Pumpe wird der Plexiglasausgleichsbehälter angeflanscht, der Blasen im Wasserstrom abfängt und ein einfaches Auffüllen des Kühlkreislaufs ermöglicht. Am beeindruckendsten sind aber die fetten Schläuche: Der Käufer hat die Wahl zwischen 10 Millimetern und 0,5 Zoll (12,5 Millimetern) Durchmesser. Wir hatten die halbzölligen Schläuche, die dem System den letzten Schliff in Richtung Kühlmonster verpassen.

Extreme Kühlleistung
Die Kühlleistung des Waterchill ist enorm hoch und prädestiniert ihn für den Einsatz auf stärksten CPUs sämtlicher Hersteller. Vor allem Übertakter werden ihre helle Freude an der starken und dennoch leisen Wasserkühlung haben. Allerdings ist der Waterchill aufgrund des vergleichsweise komplizierten Einbaus mit Modifikationen von Gehäusedeckel und -boden für absolute Neueinsteiger weniger geeignet.


Die Hardware im Detail

Wasserkühler für Computer

Der riesige Doppelradiator wird von zwei 120-mm-Papst-Lüftern gekühlt, die mit 7 Volt praktisch lautlos sind. Es gibt aber keinen festen Einbauplatz, so dass das Gehäuse aufgeschnitten oder der Radiator ausgelagert werden muss.


Komplett in einer Box

Wasserkühler für Computer

Wasserkühlungen waren bisher für viele ein Buch mit sieben Siegeln: schwierig zu verbauen, kompliziert zu handhaben und voluminös. Der Watercube macht diese Kühlmethode dank einfachstem Aufbau und einer in fünf Minuten erledigten Installation auch für Home-User interessant. Das System besteht aus drei Komponenten: dem CPU-Kühler, den Schläuchen und einem kompakten Block für 5,25-Zoll-Schächte. Er enthält die kompletten Innereien herkömmlicher Wasserkühler, nämlich Pumpe, Radiator mit 80-mm-Lüfter und einen Wassertank, der gleich als Ausgleichsbehälter funktioniert.

Lüfter regeln & Temperatur anzeigen

Außerdem bietet der Cube Regelmöglichkeiten für bis zu vier zusätzliche Gehäuselüfter, die an der Rückseite angeschlossen werden können und zusammen mit dem Lüfter des Wärmetauschers (Radiator) in ihrer Drehzahl und damit der Lautstärke geregelt werden. Die Front ziert ein in sattem Blau leuchtendes LCD-Display, das die Temperaturen von drei mitgelieferten Wärmefühlern ausliest und anzeigt. Die Stromversorgung erfolgt über einen vierpoligen Laufwerksstromanschluss auf der Rückseite des Watercube. Und das Beste: All dies ist in einem Gehäuse untergebracht, das gerade mal zwei der für optische Laufwerke (CD, DVD, Brenner) gedachten 5,25-Zoll-Schächte belegt. Fast jeder Miditower hat vier dieser Schächte genug Raum für DVD-Drive, Brenner und Watercube.


Problemlos eingebaut

Wasserkühler für Computer

Zuerst werden die CPU mit Wärmeleitpaste bestrichen und der Kühlkörper mit der passenden Klammer auf dem CPU-Sockel befestigt. Levicom legt Schraubklemmen für die Sockel A (Athlon/Duron), 478 (P4/Celeron) und den 754 (Athlon 64) bei. Dann wird der Watercube selbst in zwei freie 5,25-Zoll-Schächte geschoben und mit vier Laufwerksschrauben fixiert. Jetzt schneidet man die Schläuche auf die richtige Länge zu (Achtung: Die Schnittkanten müssen gerade sein!) und klinkt sie einfach in die Plug-Adapter an Kühlkörper und Kubus ein. Stromstecker einschieben, Sensoren anstecken und bei Bedarf weitere zu regelnde Systemlüfter anschließen fertig.

Damit ist der Cube so gut wie betriebsbereit. Nun muss er nur noch befüllt werden. Das geschieht über den linken Drehknopf auf der Vorderseite des Gerätes, hinter dem sich der Einfüllstutzen für den Wassertank befindet. Hier wird nun einfach die ebenfalls im Lieferumfang enthaltene Kühlflüssigkeit eingefüllt mehr als 200 Milliliter sind selten nötig. Nach ungefähr einer Minute hat die Kühlung dann den finalen Füllstand erreicht, wenn sich alle Luftbläschen aus den Schläuchen gelöst haben.