Trendwende auf dem deutschen Markt für Informationswirtschaft

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Laut einer Studie erwartet die deutsche Informations- und Telekommunikations-Industrie für 2004 einen Umsatzanstieg um 4,3 Prozent.

Deutschland hat das Potenzial, zu einem der weltweit führenden Standorte für Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) zu werden. Bereits heute hängen mehr als die Hälfte der Industrieproduktion und über 80 Prozent der Exporte Deutschlands vom Einsatz moderner ITK-Systeme ab. Wie aus einer heute in München vorgelegten Studie des Marktforschungsunternehmens TNS Infratest hervorgeht, befindet sich die deutsche Informationswirtschaft auf dem Weg der Erholung. Während die Anbieter in den vergangenen Jahren noch mit der konjunkturellen Schwäche nicht nur auf dem deutschen, sondern insbesondere auch auf dem weltweiten Markt zu kämpfen hatten, rechnet die Branche für das laufende Jahr mit einer Trendwende.

Der Weltmarkt für Informations- und Kommunikationstechnologien ist nach drei Jahren mit einer stagnierenden oder in einzelnen Regionen sogar schrumpfenden Umsatzentwicklung wieder auf dem Wege der Erholung. Nachdem der weltweite Umsatz im ITK-Markt im Jahr 2002 um lediglich 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen war, lag die Wachstumsrate in 2003 bereits wieder bei 1,4 Prozent. Für das laufende Jahr wird mit einem weiteren Anstieg der weltweiten Umsätze um 4,3 Prozent auf gut 2,16 Milliarden Euro gerechnet.

Die größten ITK-Einzelmärkte weltweit sind die USA mit einem Anteil am Gesamtumsatz von 32,4 Prozent und Japan mit 12,3 Prozent. Deutschland hat derzeit einen Anteil von etwa 6 Prozent (129,3 Milliarden Euro). Damit bleibt Deutschland vor Großbritannien und Frankreich der größte Einzelmarkt Westeuropas.

Deutschland ist mit 4,5 Millionen Anschlüssen der größte europäische Markt für DSL

Die bedeutendsten Wachstumsimpulse kamen wie im Vorjahr aus dem Bereich der Mobilkommunikation sowie insbesondere von breitbandigen Internet-Technologien. Von allen breitbandigen Internet-Anschlussarten zeigte die DSL-Technologie in den vergangenen Jahren sowohl die höchsten Wachstumsraten als auch die größte Verbreitung insgesamt: Die Zahl der DSL-Anschlüsse stieg im vergangenen Jahr um 79 Prozent auf 64 Millionen weltweit. Die Zahl der Breitband-Anschlüsse über alternative Breitband-Technologien wie zum Beispiel das TV-Kabel stieg mit einer vergleichsweise niedrigen Rate von 41 Prozent auf 37 Millionen.

China liegt mit über 11 Millionen installierten DSL-Anschlüssen vor Japan mit 10,3 Millionen und den USA mit 9,3 Millionen. Deutschland folgt mit 4,5 Millionen Anschlüssen auf dem fünften Platz hinter Südkorea und ist damit der größte DSL-Markt in Europa. (mk)
(
de.internet.com
– testticker.de)

Weitere Infos:

TNS Infratest

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