Internet-Verband: Jede fünfte Mail wird fälschlicherweise blockiert

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Auch viele erwünschte Mails bleiben in den Spam-Filtern hängen, warnt der Verband der deutschen Internet-Wirtschaft eco. Vor allem Newsletter sind gefährdet.

Rund 20 Prozent aller in Deutschland verschickten E-Mails werden fälschlicherweise von Spam-Filtern blockiert. Mit dieser Schätzung schlägt der eco-Verband Alarm. “Die riesigen Müll-Schlucker im Cyber Space arbeiten zu ungenau”, beklagt Torsten Schwarz, Leiter des Arbeitskreises Online-Marketing, heute in Berlin. Aufträge gehen verloren, bezahlte Newsletter kommen nicht an, angeforderte Informationen erreichen den Empfänger nicht, zählt er auf.

Der Anteil der irrtümlich weggeworfenen E-Mails wird weiter zunehmen, möglicherweise auf bis zu 50 Prozent, befürchtet Schwarz. Hintergrund ist die weiterhin steigende Zahl an Werbe-Mails: Der Anteil unerwünschter E-Mail-Werbung liegt in Deutschland mittlerweile bei 74 Prozent. “Wenn es sich bei drei Viertel aller E-Mails um unerwünschte Werbung handelt und gleichzeitig ein Viertel oder mehr aller erwünschten E-Mails gar nicht ankommen, steht die Zukunft des Kommunikationsmittels E-Mail insgesamt auf dem Prüfstand”, stellt Schwarz fest.

Auch die Newsletter-Kommunikation ist gefährdet: Bis zu 30 Prozent aller abonnierten Online-Newsletter verschwinden zu Unrecht in den Klauen der Werbeblocker, schätzt der Eco-Verband. In vielen Fällen fordern die Versender der Newsletter allerdings durch ungeschickte Formulierungen auch die Blockade selbst heraus. Reizworte wie “kostenlos”, “Gewinnspiel”, “Geld-zurück-Garantie”, “Angebote” oder “steigende Einnahmen” im Text oder gar in der Betreff-Zeile leiten die gut gemeinten Informationen fast automatisch in die Müllschlucker. Bilder, Hyperlinks, Preise und farbige Schriften gelten ebenfalls als Indiz für E-Müll. (dd)

( de.internet.com – testticker.de)

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