Größeres Ausfallrisiko für Internet-Händler

Allgemein

Im Internet-Handel ist das Ausfallrisiko bis zu viermal höher als im klassischen Versandhandel, bei dem per Telefon oder Post bestellt wird.

Laut Schätzungen der Kredit-Auskunftsunternehmens Schufa liegt das Ausfallrisiko im Online-Handel zwischen fünf und acht Prozent der gesamten Bestellsumme von etwa 3,6 Milliarden Euro im Jahr 2003. Grund: Das anonyme Online-Bestellverfahren scheint dazu zu führen, dass Internet-Käufer ihre finanziellen Möglichkeiten nicht richtig beurteilen.

“Daher rückt jetzt für viele Unternehmen das qualitative Wachstum nach teils zweistelligen Umsatzsteigerungen im E-Commerce der vergangenen Jahre in den Mittelpunkt ihrer Strategien. Denn viele Anbieter können bei geringen Gewinnmargen Zahlungsausfälle nicht einfach mehr durch Umsatzsprünge kompensieren”, erklärt Rainer Neumann, Vorstandsvorsitzender der Schufa Holding AG.

Gleichzeitig werde das Internet für kleine und mittelständische Unternehmen als Absatzweg immer wichtiger. Gerade in der Altersgruppe mit dem höchsten Kreditrisiko wird der Versandhandel immer beliebter. Jeder zweite 18- bis 39-Jährige unter den rund 27 Millionen Versandhandelskunden in Deutschland kauft inzwischen per Katalog, Internet oder TV. Gleichzeitig ist in dieser Altersgruppe die Gefahr des Zahlungsausfalls besonders groß. Laut aktuellem Schuldenkompass der Schufa ist in dieser Altersgruppe jeder zehnte bis zwölfte Verbraucher mit einer Zahlungsstörung, d.h. einer offenen, ausreichend angemahnten und nicht bestrittenen Forderung, im Datenbestand des Unternehmens registriert. In keiner anderen Altersgruppe ist in Deutschland dieser Prozentsatz so hoch. (dd)

(
de.internet.com
– testticker.de)

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Schufa

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