34 Mainboards und P4-Prescott
Upgrade sinnvoll?

KomponentenWorkspace

Die Aufrüstung auf neue Prozessorklassen ist meist mit der Anschaffung eines neuen Mainboards und neuen Speichers verbunden. Intels Upgrade des Pentium 4 vom Northwood- auf den Prescott-Kern erlaubt hingegen die Nutzung bereits gekaufter P4-Boards. Ob Ihr Mainboard die neue CPU erkennt, zeigt unser Mainboard-Checkup.

13 Boards waren nicht lauffähig

34 Mainboards und P4-Prescott

Die zum Testzeitpunkt verfügbaren Bios-Versionen waren in der Lage, das jeweilige Mainboard für den Prescott fit zu machen. Spätestens mit einer manuellen Einstellung der Frequenz ließ sich der Prozessor mit dem richtigen Takt von 3200 MHz betreiben. Von den insgesamt 34 Boards waren so rund zwei Drittel 21 Stück in der Lage, den neuen Prozessor korrekt zu betreiben. Aber dennoch waren 13 Boards also fast jedes dritte auch nach einem Bios-Update nicht lauffähig. Auf Anhieb richtig erkannt wurde der Prozessor nur von Intels eigenem Referenzboard.

Von den 21 lauffähigen Boards erkannten 16 den Prozessor nach dem Bios-Update und sprachen ihn komplikationslos mit der korrekten Taktfrequenz an. Die fünf anderen Boards liefen mit 2,8 GHz an, ließen sich dann aber über das Bios hochtakten und letztlich mit 3,2 GHz betreiben.


Neue Bios-Versionen

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Acht weitere Boards ließen sich nicht über diese magischen 2,8 GHz heben. Einige zeigten in der Startscreen zwar ?Intel Genuine 3,2 GHz? an, liefen aber trotzdem nur mit 2,8 GHz. Andere ließen sich zwar im Bios automatisch oder manuell auf 3,2 GHz einstellen, froren aber nach einem Neustart ein oder kehrten unbeeindruckt von den getätigten Einstellungen zu ihren ursprünglichen 2,8 GHz zurück.

Insgesamt zehn Boards erkannten Intels Prescott nicht und starteten das System gleich mal gar nicht. Nach den jeweiligen Bios-Updates blieb dann immer noch eine Gruppe von fünf Boards übrig, die die CPU trotzdem komplett verweigerten. Diese fünf Aopen AX4C Max, Aopen AX4C Max 2, Elito-Epox EP-4PDA2+, Gigabyte GA-8S648FX und MSI PT8 Neo-LSR waren auch mit Geld und guten Worten nicht zum Starten zu bewegen.

Bleibt abzuwarten, ob die Hersteller jetzt nach dem offiziellen Launch des Prescott neue Bios-Versionen für die mit dem Prescott inkompatiblen Boards nachschieben oder ob man mit den ehemals teuer bezahlten Sockel-478-Mainboards auf dem Trockenen sitzt und nicht auf den neuen Prozessor aufrüsten kann.


Das ist der Prescott

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Der neueste Prozessor für den Sockel 478 wurde gerade gelauncht und taucht langsam in den Verkaufsregalen auf. Er bietet gegenüber dem normalen Pentium 4 mit Hyperthreading, Codename Northwood, einen auf 1 MByte verdoppelten Level-2-Cache und wird mit bis zu 3,6 oder 3,8 GHz höhere Taktfrequenzen erreichen als der Northwood. Allerdings kommt schon im zweiten Quartal der Prescott auf dem Sockel 775, der über 4 GHz erreichen wird. Zusammen mit ihm kommen dann auch neue Intel-Chipsätze mit Features wie PCI-Xpress und DDR-2.