Nvidia MXM: Neues Notebook-Grafikmodul für den schnellen Austausch

MobileNotebookWorkspaceZubehör

Nvidia hat sein Grafikmodul MXM vorgestellt. Dieses soll die
Entwicklungszeit von Grafikboards für Notebooks verkürzen.
Notebook-Hersteller können für eine und dasselbe Notebook-Barebone
unterschiedlich leistungsstarke Grafikboards zur Verfügung stellen und
Enduser haben die Möglichkeit, die Grafikkarten in ihren mobilen PC
einfach upzugraden.

Nvidia glaubt, mit seinem neuen Grafikkarten-Modul MXM (Mobile PCI
Express Module) die Einbindung von Grafik-Hardware in Notebooks neu
ausrichten zu können. MXM wurde als konsistentes
Grafikschnittstellenmodul für PCI Express-basierte Notebooks entwickelt
und soll Geräteherstellern erlauben, neue Grafikchips von Nvidia oder
anderen Firmen wie ATI schneller in ihre Geräte integrieren zu können –
ohne dabei lange auf die Entwicklung eines proprietären Boards, wie sie
beispielsweise Dell oder Alienware in manchen Modllen anbieten, warten
zu müssen.

“Das is keine neue Idee”, sagte Rob Csongor, General
Manager bei der Mobile Division von Nvidia. “Wir sind daran ja schon von
Desktop-Rechner her gewöhnt.” Tatsächlich glaubt Csongor, dass
Notebook-Anwender mit MXM mittelfristig Grafikkarten verwenden können,
wie das bei Desktop-PC der Fall ist. Laut Csongor werden damit neue GPUs
quasi zeitgleich in Notebooks und in Desktops verfügbar sein. Der
Austausch der Grafikkarten könnte zudem so einfach funktionieren wie
etwa das Wechseln der Batterie.

Dass MXM tatsächlich dazu
beitragen kann neue GPUs in Notebooks schneller verfügbar zu machen,
will Nvidia mit dem Launch der nächsten Chipsatzgeneration dem GeForce
Go 6 erstmals demonstrieren. Csongor wollte keinen genauen Starttermin
nennen, allerdings verwies er auf einen möglichen zeitgleichen Launch
mit Intels Grantsdale, der Ende Sommer erwartet wird. Funktionsfähige
MXM-Geräte könnten allerdings bereits auf der Computex, die von 1. – 5.
Juni in Taipei stattfindet, zu sehen sein.

Nvidia preist MXM als
“Standard” an – Wettberwerber wie ATI sind davon allerdings wenig
begeistert, da die Technologie zumindest aktuell noch nicht als offener
Standard zugänglich ist. Laut Csongor, kam dem Thema offener Standard
bei der Entwicklung von MXM nicht Priorität zu. Für die Zukunft können
er sich jedoch vorstellen, MXM einem “Kommitee” zu übergeben. Chris
Hook, PR Manager bei ATI in Deutschland, meinte, dass auch sein
Unternehmen Gefallen an der Idee eines universellen Standards für
Notebook-Grafik-Module finde. Nvidias MXM sei jedoch eher ein
“Marketing-Hype” und kein “gutgemeinter universeller Standard” der in
Zusammenarbeit entstanden sei und über alle Plattformen und Formfaktoren
hinweg funktioniere. “Aus unserer Sicht ist MXM lediglich ein weiteres
Modul und kein Standard”, so Hook. “Original Design Manufacturer haben
uns gesagt, dass sie MXM nicht als Standard erachten sondern eher als
Option für Module.”

Laut Nvidia wurde MXM in langwieriger
Zusammenarbeit mit Notebookherstellern erarbeitet. Läßt man dabei die
Marketingsprache außer Acht, hat MXM durchaus das Potenzial,
Marktanteile abzugreifen und Grafikchips schneller verfügbar zu machen.
Insbesondere Nvidia kann zudem seinen Kunden einen guten Grund und einen
bequemen Weg geben, die Grafikhardware in einem Notebook hin und wieder
upzugraden, was letzlich in höheren Absatzzahlen von GPUs resultiert. Ob
MXM allerdings ausreicht, ATIs 73-prozentigen Marktanteil im
Notebook-Markt ernsthaft zu attackieren muss sich noch zeigen. (dd)

(
– testticker.de)

Weitere Infos:

Nvidia

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen