AOL entseucht eine Milliarde Schädlinge

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Eine Milliarde virenverseuchte E-Mails hat AOL bereits beseitigt,
berichtet der Seuchenbekämpfer stolz über seinen selbstlosen Einsatz.
Weil im Durchschnitt jeder AOL-Abonnent alle zwölf Tage einen Virus oder
Wurm erhielt, hatte der Online-Dienst im April 2003 einen Virenblocker
eingeführt.

Der US-Onlinedienst AOL könnte positive Nachrichten gebrauchen, denn
schließlich steht er in der Wirtschaft derzeit als großer Verlierer da.
Erst gestern hatte er seinen japanischen Ableger verkaufen müssen. Um
schnell genug mit positiven Nachrichten reüssieren zu können, zählte AOL
nun durch, wie viele Schädlinge bereits ausgefiltert wurden. Das
Ergebnis ist erstaunlich. Ob das Ergebnis eine gute Nachricht oder eher
peinlich ist, bleibt jedem selbst anheimgestellt.

Das
Viren-Screening, das AOL im April 2003 relativ spät einführte, hat nun
durchschlagenden Erfolg. Beim Prüfen aller ein- und ausgehenden E-Mails
hat AOL mit Hilfe einer Software von Computer Associates inzwischen eine
Milliarde der Digitalfieslinge unbrauchbar gemacht. Am aktivsten war der
Screening-Prozess im August 2003, dem Höhepunkt der Verbreitung von
Sobig.F. An einem einzigen Tag will AOL ganze 24 Millionen Exemplare nur
dieses einen Schädlings gekillt haben.

Sobig.F, Nummer 1 bei der
Entseuchung der AOL-Nutzer, wird gefolgt von MyDoom, darauf folgen
Netsky.A, Netsky.D und Swen. (mk)

Weitere Infos:

AOL

Computer Associates

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