USA: Filesharing-Nutzer muss wegen fünf Songs 4000 Dollar Strafe zahlen

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Erste Urteile in RIAA-Klagen. Entgegen der RIAA-Ankündigung werden nun
auch die kleinen Fische verklagt.

Im US-Bundesstaat Connetcticut wurden die ersten Urteile in Prozessen
gegen Tauschbörsennutzer gesprochen. William Martinez aus Bristol muss
demnach 4000 Dollar Strafe zahlen. Der Mann hatte fünf Songs aus dem
Internet heruntergeladen und im freigegeben Ordner seiner P2P-Software
gehalten. Wie aus der schriftlichen Urteilsbegründung hervorgeht,
ordnete Bezirksrichterin Janet Hall eine Strafe von 750 Dollar pro Titel
wegen Urheberrechtsverletzung an. Weiterhin muss Martinez die 289 Dollar
Gerichtskosten tragen.

Bisher hatte die Musikindustrie
angekündigt, lediglich Nutzer anzuzeigen, die mehr als 1000 Musikdateien
zum Tausch bereitstellen. Das Urteil gegen Martinez zeigt jedoch, dass
der Branchenverband RIAA nun verschärft gegen Filesharing-User vorgeht.

Martinez ist bereits der zweite Nutzer, der in Connecticut verurteilt wurde.
Erst kürzlich wurde gegen Jennifer Brothers aus Andover eine Strafe von
6000 Dollar festgesetzt. Insgesamt hat die RIAA bisher 2500 Anwender
verklagt. Die meisten Prozesse wurden mit außergerichtlichen Einigungen
beigelegt. Die Angeklagten mussten jeweils mehrere tausend Dollar an die
Musikindustrie zahlen. (mk)

Weitere Infos:

RIAA

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