Mobilfunk-Strategien
User wollen keine Daten-Tarife

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Die meisten Kunden mobiler Daten-Dienste wollen keine Gebühren
entsprechend der Menge von Bytes bezahlen, die sie übertragen.
Stattdessen ziehen sie laut einer neuen Studie unter 1000 existierenden
und potentiellen Abonnenten Flatrate-Tarife vor, die eine unbegrenzte
Datenmenge zu einem festgesetzten monatlichen Preis bieten.

Mobilfunk-Strategien

Die meisten Kunden mobiler Daten-Dienste wollen keine Gebühren
entsprechend der Menge von Bytes bezahlen, die sie übertragen.
Stattdessen ziehen sie laut einer neuen Studie unter 1000 existierenden
und potentiellen Abonnenten Flatrate-Tarife vor, die eine unbegrenzte
Datenmenge zu einem festgesetzten monatlichen Preis bieten.

Diese
Ergebnisse stehen in einem deutlichen Gegensatz zu den bisherigen
Tarifstrategien für GPRS und frühe 3G-Dienste. In den meisten Fällen
müssen die Kunden Rechnungen auf Basis der übertragenen Kilobits
bezahlen. Ein Umdenken dürfte nötig sein, wenn eine größere Anzahl von
Kunden für diese Dienste gewonnen werden soll.

„Bezahlung pro Bit
ist eine praktische Methode, um Gebühren für mobile Daten zu erheben; es
ist aber nicht notwendigerweise eine gute Idee, weil Kunden auch für
unerwünschten Content wie Anzeigen bezahlen. Die meisten User bevorzugen
den ‚all you can eat-Ansatz, da sie dann unabhängig vom Content immer
wissen, wie viel sie bezahlen,“ erklärt Janne Laiho, Head of Enduser
Research von Nokia Networks.

Die Studie wurde vom
Handset-Hersteller Nokia in Auftrag gegeben und vom
Marktforschungsunternehmen NOP World in Deutschland, Großbritannien,
Frankreich, Dänemark, Estland, Süd-Korea, Griechenland und den USA
durchgeführt. Von den Befragten meinten 31 Prozent, dass sie am liebsten
für unbegrenzte Nutzung bezahlen würden. Nur neun Prozent würden gerne
pro Kilobit bezahlen, und 13 Prozent sprachen sich für einen Tarif nach
Nutzung aus.

Elf Prozent erklärten, sie möchten für ein fixes
Datenvolumen pro Monat zahlen. 24 Prozent meinten, es solle für
Datendienste überhaupt keine Gebühren geben.

Als
Akzeptanzbarrieren für mobile Datendienste werden hohe Download-Kosten,
langsame Performance über begrenzte Bandweite, Mangel an geeignetem
Content, das Fehlen einer effizienten Suchmaschine und kurze Lebenddauer
von Batterien beim Zugriff auf Datendienste genannt.

Esa Harju,
Marketing-Leiter von Nokia Networks, glaubt, dass die Netzbetreiber
erkennen müssen, dass Kunden für bestimmte Arten von Content mehr
bezahlen werden als für andere, und empfiehlt, die Preisstrukturen
entsprechend anzupassen.

„Nicht jedes Bit hat den selben Wert,
und oft gibt es keine Korrelation zwischen ihnen. Netzbetreiber müssen
den unterschiedlichen Wert verschiedener Daten erkennen, um festzulegen,
was sie Online-Usern berechnen“, meint er.

Weitere Infos:

www.nokia.com