Microsoft fühlt sich über den Tisch gezogen

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Die kalifornische Sammelklage gegen Microsoft wurde mit einem Vergleich
beendet. Nun bekam der Software-Riese eine Anwaltsrechnung, die wohl
auch der Größe des Software-Unternehmens angemessen war. Microsoft zieht
in derselben Sache noch einmal vor Gericht.

Die Anwaltsrechnung in Sachen “Vergleichsverhandlung gegen kalifornische
Privatkläger” ist mit satten 258 Millionen US-Dolllar ein Grund für
öffentlichen Protest der Software-Firma. Sie bringt Microsoft dazu, sich
in einer Einlassung bei Gericht über die exorbitante Summe zu beschweren.

Die Vergleichssumme von 1,1 Milliarden US-Dollar ist zwar hoch – und damit
auch der Streitwert, an dem sich die Gebühren orientieren. Zusätzlich zu
dem trieb aber noch ein Stundensatz von 3019 US-Dollar für Eugene Crew,
den Anwalt der Kläger, die Rechnung in die Höhe. Microsoft-Anwalt Robert
Rosenfeld gab dem zuständigen Richter zu verstehen, dass er das nicht
verantworten kann, weil am Ende die Preise auf die Microsoft-Produkte
aufgeschlagen werden müssten. Die weiteren Anwälte der Kläger-Kanzlei
verlangten zudem 2000 Dollar die Stunde und 1000 Dollar für
administrative Aufgaben.

Nun muss Microsoft insgesamt mehr Geld
für Anwälte als für die Entschädigungen ausgeben. Crew reagierte auf
Microsofts Anschuldigungen bockig. Das Risiko, gegen Microsoft zu
kämpfen, müsse doch auch belohnt werden, sagte Crew der US-Presse. Nun
warten beide Seiten auf eine Reaktion des Richters. (mk)


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