Microsoft-Roadmap: Longhorn Server erscheint 2007

BetriebssystemWorkspace

Der Software-Konzern Microsoft hat gestern seine Roadmap für zukünftige
Releases bei Server-Software vorgestellt.

Die Server-Version des kommenden Betriebssystems Longhorn soll im Jahr
2007 auf den Markt kommen. Geplant ist dabei unter anderem Unterstützung
für Indigo, die neue Webservices-Architektur von Microsoft. Weiterhin
wird das System bessere Management-Funktionen und Unterstützung für
dynamische Server-Partitionierung mitbringen, teilte Bob Muglia, Leiter
des Windows Server-Segments, gestern in Redmond mit. Damit würde die
Einrichtung von Windows-basierten Mainframes möglich.

Die
Veröffentlichung der ersten Beta-Version ist für das erste Halbjahr 2005
geplant. 2006 soll eine weitere Vorabversion erscheinen und Unternehmen
bereits die Möglichkeit geben, das neue Betriebssystem in ihren
Infratrukturen zu testen. Ferner sieht die Roadmap die Veröffentlichung
eines Service Packs für 2008 und eines kompletten Update-Releases für
2009 vor. Im Service Pack will Microsoft vor allem Patches
zusammenfassen und kostenlos an die Nutzer abgeben. Das Update wird
gegen eine Gebühr erhältlich sein, lediglich Teilnehmer des Software
Assurance-Lizenzprogramm erhalten das Paket gratis. Welche Funktionen
Microsoft darin integrieren will, wurde bisher nicht angegeben.

Nach Angaben des Konzerns werden beide Longhorn-Versionen parallel
entwickelt. Die Server-Variante benötigt jedoch deutlich aufwändigere
Tests als die Desktop Edition und muss außerdem verschiedene
Zertifizierungs-Programme durchlaufen, um auf den Markt gebracht werden
zu können.

Die neue Roadmap enthält außerdem erste Details zu dem
für den Herbst angekündigten Service Pack für den Windows Server 2003.
Das Paket bringt neben Sicherheits-Updates auch Unterstützung für 64
Bit-Applikationen mit. Im kommenden Jahr will Microsoft ein Update auf
den Windows Server 2003 veröffentlichen. Mit diesem wird unter anderem
die Einrichtung von Quarantäne-Bereichen in einem Netzwerk ermöglicht,
in denen neue Rechner nach der Installation getestet werden können.
Weiterhin wird das unter dem Codenamen Trustbridge entwickelte Identity
Management-System eingeführt, dass eine User-Authentifizierung zwischen
den Netzwerken verschiedener Unternehmen ermöglicht. (dd)

(
de.internet.com
– testticker.de)

Weitere Infos:

Microsoft

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