Infineon will Fertigung von DRAM-Speicherchips loswerden

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“Das Ding ist so gut wie weg”: Dem Chip-Hersteller ist der Markt zu
unsicher. Kritiker meinen, Infineon könne als deutscher Hersteller
einfach nicht schnell genug mit den internationalen Marktveränderungen
und den Subventionen der asiatischen Regierungen mithalten.

Der deutsche Chiphersteller Infineon will sein Kerngeschäft, die
Fertigung von DRAM-Speicherchips, ausgliedern. Das berichtet die
Financial Times Deutschland (Donnerstagsausgabe) unter Berufung auf
verhandlungsnahe Kreise. “Das Ding ist so gut wie weg”, zitiert die
Zeitung ihre Quelle. In den kommenden Wochen könne man bereits mit einer
konkreten Ankündigung rechnen. Bisher sei noch nicht entschieden, ob der
Bereich in ein Joint Venture ausgelagert, verkauft oder an die Börse
gebracht werden soll. Konzentrieren werde man sich künftig auf die
profitträchtige Automobil- und Industrieelektronik.

Obwohl der
Halbleiterexperte im Speicherchipgeschäft 40 Prozent seines Umsatzes
generiert, unterliegen DRAMs äußerst starken Preisschwankungen und
brachten dem Konzern in den vergangenen Jahren Milliardenverluste ein.

Der Umbauplan für den Konzern geht nach den Information der Zeitung auf den
gefeuerten Ex-Infineon-Chef Ulrich Schumacher zurück. Nachfolger
Wolfgang Ziebart müsse mitziehen. “Der Markt ist nicht so, dass man da
warten könnte.” Experten betrachten das laufende Jahr als kurzen
Frühling für die Arbeitsspeicher-Chipbranche. Schon 2005 würden die
Wachstumsraten wieder zurückgehen. (mk)
(
de.internet.com
– testticker.de)

Weitere Infos:

Financial Times Deutschland


Infineon

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