Disaster-Recovery-Programme
Server-Retter

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Kein Grund mehr, die Sicherung des Servers zu vernachlässigen: Die neuen Disaster Recovery-Programme arbeiten einfach und schnell. Wie sicher diese Produkte sind, müssen sie im Vergleichstest beweisen.

Diese Produkte haben wir verglichen

Disaster-Recovery-Programme

Symantec Powerquest V2i Protector 2.0 Server Edition
Acronis
True Image Server 7.0
Ultrabac Ultrabac 7.1.3/UBDR Pro
Veritas
Backup Exec 9.1/Intelligent Disaster Recovery
Dantz Retrospect
Single Server 6.5 f?r Windows/DR-Option


Die Technologie

Disaster-Recovery-Programme

Ein Server-Totalausfall bedeutet für den Administrator gleich dreifachen
Stress: Er muss zuerst die Ursache beseitigen, dann die Mitarbeiter
besänftigen und gleichzeitig die Daten wiederherstellen und alles
möglichst schnell und ohne Fehler. Die beiden ersten Punkte lassen sich
meist reibungslos erledigen, das Wiederherstellen selbst ist aber in der
Regel eine Gedulds- und Nervenprobe: Erst das richtige Band finden, dann
beim langwierigen Rücksicherungsprozess tatenlos zusehen und hoffen,
dass das Band noch alle gesicherten Daten enthält.

Dieses
Szenario verliert seinen Schrecken, wenn der Administrator eines der
getesteten Disaster-Recovery-Tools einsetzt. Erstmals ist es damit
möglich, aktive Server-Partitionen einschließlich der Boot-Partition
während des laufenden Betriebs über das Netz auf einen anderen Server zu
sichern: Der PC-Professionell-Test zeigt: Drei der fünf Produkte
brauchen im Testlabor nicht länger als maximal 15 Minuten, um die
kompletten 2 GByte Daten der Systemfestplatte wiederherzustellen.

Bis dato konnte ein Administrator bei einem Server-Crash lediglich auf
die Disaster-Recovery-Option (DR) zurückgreifen, die die meisten
Hersteller von Backup-Programmen als Ergänzung anbieten. Der
Schwachpunkt: Die Online-Sicherung der Boot-Partition war nicht möglich
gerade darauf kommt es aber an.

Das schnelle Sichern der
Systempartition gelingt durch den Einsatz einer neuen Technik. Die
getesteten Programme frieren durch einen Snapshot den aktuellen
Datenbestand der Systempartition ein. Dann wird ein Dienst installiert,
der so genannte Filtertreiber. Dieser kontrolliert sämtliche Lese- und
Schreibzugriffe auf das Filesystem. Für die Sicherung der Dateien
puffert der Filtertreiber die eventuell auf die Dateien anfallenden
Schreibzugriffe zwischen.

So lässt sich eine offene Datei
sichern. Nach dem Snapshot werden die gepufferten Daten in das
Filesystem zurückgesichert. Die Datei bleiben somit konsistent. Die
Sicherungsdaten werden bei diesem Verfahren generell blockweise
gesichert. Definiert ist die Blockgröße über das NTFS-Filesystem. Beim
Snapshot wird zudem die komplette Verzeichnisstruktur, die File
Allocation Table (FAT), mitgesichert. Das erlaubt, trotz Blocksicherung,
das Wiederherstellen einzelner Daten.


Powerquest V2i Protector 2.0 Server Edition, Symantec

Disaster-Recovery-Programme

Mit wenig Aufwand erzeugt V2i Protector 2.0 Disaster-Recovery-fähige
Sicherungen von Windows-Servern im laufenden Betrieb. Diese lassen sich
in kürzester Zeit zuverlässig zurückspielen.


Wiederherstellung der Systempartition

Disaster-Recovery-Programme

Auf dem Test-Server Dell Poweredge 1600SC ist ein Raid-5-System als
logischer Datenträger eingerichtet. Darauf befinden sich neben der
Systempartition zwei weitere Datenpartitionen. Da es im Test um die
Wiederherstellung der Systempartition geht die Datenpartitionen können
mit einer normalen Backup-Software wiederhergestellt werden , wird die
Systempartition nur einmal gesichert. Gemessen wird im Labor die reine
Sicherungszeit. Dann simulieren die Techniker das Disaster-Szenario. Die
Tester löschen mit einem Partitionierungs-Werkzeug (Partition Magic) die
Systempartition und die daran anschließende Datenpartition.

Als
Nächstes wird die Disaster-Recovery-Prozedur durchgeführt, um die
Systempartition wiederherzustellen. Die Datenpartition bleibt
unverändert. Da die Wiederherstellung in keinem Fall ohne manuelle
Eingriffe funktioniert, die Rücksicherungszeit allein aber nicht
ausschlaggebend ist, messen die Techniker den gesamten Zeitaufwand für
die Wiederherstellung ab Rechnerstart. Ausschlaggebend für eine gute
Bewertung ist hier, ob eine Rücksicherung in 10 bis 15 Minuten gelingt
oder ob vielleicht sogar eine Stunde und mehr zu veranschlagen sind.


Testergebnisse im Überblick

Disaster-Recovery-Programme

Hersteller Produkt Gesamturteil Funktionalit?t (30 %) Management (25 %) Ausstattung (20 %) Leistung (15 %) / Service (10 %)
Symantec Powerquest V2i Protector 2.0 Server Edition gut 98,0 82,0 72,0 94,0/74,0
Acronis True Image Server 7.0 gut 98,0 50,0 99,0 97,0/82,0
Ultrabac Ultrabac 7.1.3/UBDR Pro gut 92,0 66,0 79,0 98,0/90,0
Veritas Backup Exec 9.1/Intelligent Disaster Recovery befriedigend 87,0 82,0 67,0 54,0/74,0
Dantz Retrospect Single Server 6.5 f?r Windows/DR-Option befriedigend 87,0 66,0 72,0 58,0/82,