Microsoft kündigt spezielle Notebook-Funktionen in Longhorn an

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Die kommende Windows-Version “Longhorn” soll mit zusätzlichen Features
und Systemkomponenten deutlich besser für den Betrieb auf Notebooks
ausgelegt sein als bisherige Microsoft-Betriebssysteme.

Unter anderem will Microsoft für Longhorn Funktionen aus der Windows XP
Mediacenter Edition übernehmen, mit denen Nutzer Zugriff auf Filme und
Musikdateien bekommen, ohne sich regulär in Windows einzuloggen, so
Matti Suokke, Business Development Manager in der Mobile PC-Abteilung
von Microsoft, gestern auf der Fachkonferenz Windows Hardware and
Engineering Conference (WinHEC) in Seattle. Der Rechner kann dadurch als
portabler Mediaplayer eingesetzt werden. Auch eine eigenständige
grafische Oberfläche, die an die Besonderheiten des mobilen Arbeitens
angepasst ist, wird erwogen.

Weiterhin plant Microsoft in
Longhorn eine bessere Unterstützung für den Betrieb mehrerer Displays.
Zusätzlich angeschlossene Monitore und Video-Beamer können so einfacher
als zweite Arbeitsfläche genutzt werden, während bisher oft nur die
Spiegelung des Notebook-Desktops möglich war. Die Display-Funktionen
sollen auch kleine LCDs unterstützen, die an der Außenseite von
Notebooks angebracht werden können. Auf diesen will Microsoft kurze
Informationen zum Systemstatus aber auch Termine aus Outlook darstellen.

Auch die Verbindungsaufnahme zu drahtlosen Netzwerken werde noch einmal
vereinfacht, versprach Soukke. Die wichtigsten Einstellungen für den
Betrieb eines portablen Gerätes wie das Energie-Management, Display- und
Netzwerkeigenschaften fasst der Hersteller in einem zentralen Mobility
Center zusammen. Die Suche nach den Konfigurationstools in
unterschiedlichen Menüs würde dadurch abgeschafft.

Zu den
Performance-Merkmalen von Longhorn auf portablen Rechnern äußerte sich
Soukke nicht. Dies könnte jedoch ein ausschlaggebender Punkt für den
Erfolg des Betriebssystems auf Notebooks werden: Während sich
Hardware-Entwickler wie Intel im Mobile-Bereich vor allem auf die
Reduzierung des Energieverbrauchs konzentrieren und dabei Einbußen in
der Rechenleistung hinnehmen, kündigte Microsoft bereits an, dass die
neue Windows-Version mindestens Prozessoren von 4 bis 6 Gigahertz
Taktfrequenz benötigen wird. (dd)

(
de.internet.com
– testticker.de)

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