Medion kauft die Reste von 4MBO

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Aldi-Hersteller Medion befindet sich weiter auf Einkaufstour: Nachdem
man vor knapp zwei Monaten 24,9 Prozent von Gericom übernommen hatte,
erwirbt das Unternehmen nun die Reste des ehemaligen
Volks-PC-Herstellers 4MBO.

Der Insolvenzverwalter der 4MBO International Electronic hat mit Wirkung
vom 1. Mai 2004 alle Marken- und Schutzrechte an den Konkurrenten Medion
verkauft. Das machte Insolvenzverwalter Rechtsanwalt Wolfgang Illig
heute in Stuttgart bekannt. Darüber hinaus übernimmt Medion von den 55
Mitarbeitern, die vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens bei 4MBO
beschäftigt waren, rund 15. Mit ihnen wird Medion am Standort Plochingen
seine Geschäftstätigkeit in den Produktgruppen Gesundheitstechnik,
Wellness und Haushaltselektronik weiter ausbauen.

Zusätzlich hat
Medion einen Teil des Auftragsbestands von 4MBO übernommen und wird
diesen in Eigenregie fortführen. Die verbleibenden Vermögenswerte der
4MBO AG werden abgewickelt, vom Unternehmen selbst verbleibt nur der
Mantel.

Der Vorstand der ehemaligen Computeranbieters 4MBO
musste Ende Februar 2004 wegen Zahlungsunfähigkeit den Gang zum
Insolvenzgericht antreten. Das Unternehmen hatte im Geschäftsjahr 2003
hohe Verluste erlitten. Grund war der Einbruch des PC-Geschäfts im
Weihnachtsgeschäft. Dazu kamen die hohen Kosten für die Schließung der
PC-Sparte, die besonders auf Aktionen in Supermärkten spezialisiert war;
ein Verkauf der Sparte war nicht möglich, so ein Unternehmenssprecher.

Medion baut damit sein Imperium weiter aus: Am 19. März hatte die Essener
Firma überraschend 24,9 Prozent an dem österreichischen Konkurrenten
Gericom übernommen. Ansonsten hätte der Linzer Anbieter die Insolvenz
gedroht. (dd)

(
de.internet.com
– testticker.de)

Weitere Infos:

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